Amstetten

Erstellt am 17. April 2018, 04:42

von Hermann Knapp

Zechmeister: „Amstetten gehört zu sichersten Städten“. Inspektionskommandant Oliver Zechmeister ortet derzeit keine großen Probleme in der Stadt – eine Folge der Polizeipräsenz.

Inspektionskommandant Oliver Zechmeister glaubt, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger gestiegen ist.  |  Hermann Knapp

Wie überall in Österreich ist auch in Amstetten die Einbruchskriminalität rückläufig. „Speziell die Dämmerungseinbrüche haben stark nachgelassen. Das ist meiner Meinung nach auch darauf zurückzuführen, dass zu den tatkritischen Zeiten wirklich alle Streifen draußen sind. In Amstetten sind zusätzlich noch mehrere Zivilfahrzeuge in den Siedlungen unterwegs. Das schreckt Einbrecher natürlich ab“, sagt der Kommandant der Polizeiinspektion, Chefinspektor Oliver Zechmeister.

Verstärkt mit dem Auftreten von Bettlern zu rechnen

Seiner Meinung nach gehört Amstetten zu den sichersten Städten in Österreich. Er glaubt auch, dass sich in den letzten Monaten das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung verbessert hat. „Zumindest entnehme ich das den Gesprächen, die ich mit Bürgern führe.“

Dort, wo es in der Vergangenheit Probleme gab, etwa im Stadtpark, habe man die Polizeipräsenz massiv erhöht. „Und auch das hat Wirkung gezeigt. In den Parkhäusern führen wir zudem vor allem nachts speziell Kontrollen im Suchtmittelbereich durch. Im CityCenter sind natürlich auch regelmäßig Beamte unterwegs – in Uniform und zivil“, sagt Zechmeister.

Im Frühjahr häufen sich erfahrungsgemäß die Anrainerbeschwerden bei diversen Nachtlokalen, weil Gäste vor der Tür stehen und dann natürlich Lärm verursachen. „Auch da versuchen wir, durch mehr Streifentätigkeit vorbeugend zu wirken“, sagt der Inspektionskommandant.

In der warmen Jahreszeit ist aber auch wieder verstärkt mit dem Auftreten von Bettlern zu rechnen. „Wir kontrollieren die Leute natürlich, aber wenn sie nicht aggressiv betteln oder mit Kindern unterwegs sind, haben wir keine gesetzliche Handhabe. Es ist Sache der Politik zu sagen, ob sie das Betteln will oder nicht und gegebenenfalls ein Verbot zu erlassen“, betont Zechmeister. Es gäbe aber ohnehin mit der Bürgermeisterin regelmäßige Gespräche, bei der die verschiedenen Probleme besprochen würden.

Bahnhofsquartier wird neue Herausforderung

Besonders hebt der Inspektionskommandant die gute Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei hervor. Unter anderem werden auch Schwerpunktkontrollen miteinander abgestimmt.

Ein waches Auge hat Zechmeister auf die Entwicklung bei den ÖBB-Gründen (Bahnhofsquartier). Er rechnet da künftig auch mit neuen Herausforderungen für die Polizei. „Es wird sicher ein Bevölkerungszuwachs stattfinden und da muss man sich im Vorfeld rechtzeitig Gedanken darüber machen, was das sicherheitstechnisch heißt und wie man darauf reagieren muss.“

Mit dem Personalstand ist Zechmeister derzeit zufrieden. In den letzten Monaten sei die Situation zwar etwas angespannt gewesen, aber inzwischen seien Kollegen von Aus- und Fortbildungen zurück. „Laut systemisiertem Stand haben wir in Amstetten 39 Beamte. Tatsächlich sind derzeit 36 bis 37 da. Damit kann man gut arbeiten.“

Inzwischen gehört die Gemeinde Ardagger auch schon seit vier Jahren zum Rayon der Amstettner Polizei. „Die Bürger haben sich daran gewöhnt und ich glaube, dass auch dort das Sicherheitsgefühl ein Gutes ist“, sagt Zechmeister.