Amstetten

Erstellt am 17. April 2018, 04:48

von Hermann Knapp

Wegen neuem Müllsystem: Einhausung zu verkaufen. Wegen Umstellung auf Hubentleerung muss Stadt alle Abfallsammelstellen umbauen. Die gebrauchten Holzumfriedungen können die Amstettner günstig erwerben.

Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder bei einer der über 100 Altstoffsammelstellen der Stadt. Die bestehenden Holzeinhausungen müssen weg. Bürger können sie günstig erwerben. Ab 18. April, null Uhr kann geboten werden.  |  Kovacs

Die Umstellung der Glas- und Metalltonnen auf Hubentleerung erfordert den Umbau der Altstoffsammelzentren in der Stadt. Fast alle sind ja eingehaust und mit einem Dach versehen. Gerade dieses ist aber im Weg, wenn die Tonnen künftig per Greifarm hochgehoben werden.

Angebote können ab Mittwoch abgegeben werden

Da die Stadt keine Verwendung für die alten Einhausungen hat, bietet sie sie erst einmal den Bürgern zum Verkauf – je nach Größe um 50 bis 150 Euro. Standort und Größe der Stationen sind auf der Homepage der Stadt zu finden: www.am stetten.at.

Jeder Bürger kann maximal zwei Umfriedungen erwerben. Ab Mittwoch, 18. April, um 0 Uhr bis 22. April um 24 Uhr können Angebote abgegeben werden (mit GVU-Nummer). „Es gilt dabei: Wer zuerst für eine Station bietet, bekommt den Zuschlag“, sagt Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder (Grüne). Abgebaut werden müssen die Einhausungen in der Zeit von 25. April bis 2. Mai.

„Für die Stadt wird das ein Nullsummenspiel“

„Alle Stationen, die nicht verkauft werden, wird die Stadt entfernen“, sagt Hörlezeder. Noch im Mai wird mit der Errichtung der rund 80 bis 90 neuen Müllsammelstellen begonnen. Einige Standorte, die sich als nicht zweckmäßig erwiesen haben, werden eingespart. Die Kosten werden sich auf rund 400.000 Euro belaufen. „Für die Stadt wird das aber auf ein Nullsummenspiel, weil wir eine entsprechende Förderung des Gemeindedienstleistungsverbandes (gda) bekommen“, berichtet Hörlezeder.

Alle neuen Müllsammelstellen müssen mit einem starken Betonfundament ausgestattet werden. Bisher standen die Behälter ja zum Teil auch auf Asphalt oder Schotter. „Das geht künftig nicht mehr, weil die Tonnen für das Hubsystem größer und schwerer sind“, sagt der Umweltstadtrat.

Fünf Müllsammelstellen werden, verteilt auf das ganze Gemeindegebiet, barrierefrei ausgestattet werden. Dort werden auch spezielle Tonnen stehen, damit es auch vom Rollstuhl aus problemlos möglich ist, Altglas zu entsorgen.

Übrigens die Müllsammelplätze heißen künftig Wertstoffsammelinseln.