Erstellt am 17. April 2018, 00:19

Mitsubishi Eclipse Cross 1.5 TC 4WD Intense+. Auch ohne Raketentriebwerke ist Japans brandneuer Beitrag zur weltweiten SUV-Flotte ein heißes Eisen. Und heißt auch noch wie ein einstmals flotter Feger: Eclipse.

Brilliant-Rot heißt die Spezialfarbe für Mitsubishis brandneuen Eclipse Cross. Die wird aufwändig in mehreren Schichten lackiert. Und soll an eine totale Sonnenfinsternis (total eclipse) aus der Astronomie erinnern. Kostenpunkt: 800  |  NOEN, .

Venus, Mars oder doch erst mal (wieder) zum Mond? In der Klasse der (Off-)Road-Shuttles, nein: der Sport Utility Vehicles, ist man da nicht zimperlich. Wenn, dann will man ohnehin das ganze Weltall erobern. Oder zumindest das europaweite Straßennetz …

Und da dafür nun mal jeder, vom Löwen bis zum Stern, ein eigenes Eroberungsschiff braucht, haben auch die Serienveteranen und Allradpioniere der Mitsubishi Motor Company seit kurzem, genauer: seit Jänner, einen SUV im Haus. Der heißt Cross hinten nach. Und Eclipse vorne weg. Genau wie das bis 2012 gebaute Sport-
coupé, das auch Plymouth und Eagle im Programm hatten.

Coupé-ähnlich, die Konstrukteure sagen: Coupé-artig ist auch die Silhouette des neuen Mitsubishi-SUVs. Wobei auf der selbstbewusst gereckten Nase nicht nur stolz die drei Diamanten thronen, sondern auch noch zwei Boomerange unter den schmalen Augenbändern blitzen. Die Gürtellinie zieht sich mit einem kräftigen Falz nach hinten. Und dort, am Heck, wird es noch viel heftiger. Zwei scharfe Kanten trennen die stark geneigte Heckscheibe. Und über dem wieder sanft gerundeten Po klettern die hochgezogenen LED-Leuchten wie Raketen in den Himmel.

Für das Fahrgefühl heißt das: cool, kompakt und ziemlich entspannt. Nur beim Blick in den Rückspiegel durch das schmale Heckfenster muss man zweimal schauen. Innen ist spürbar mehr Platz als in manchen anderen SUV-Schiffen mit kompakter Plattform. Und aus dem Assistentenheer mit High-Tech-Ausbildung gehören deutlich mehr zur Serienausstattung als bei manch anderen (fein: das Head-up-Display in der Version Intense+ oder der 360-Grad-Blick aufs All, nein: auf die Erde in der Sonderedition First).

Der Turbobenziner mit 163 starken Pferden gibt kräftig Gummi und macht auch bei Autobahngeschwindigkeiten noch Spaß. Nur das CVT-Getriebe ist für eine kompakte Rakete eindeutig zu träge. Dafür macht die Fahrdynamikregelung aus dem Rennsport ihrem Namen alle Ehre. Und auch der Allrad-
antrieb (schön schon der Na-me: „Super All-Wheel Control“) gibt keinen Grund zum Meckern.

Was noch fehlt für die nächste Mond-Mission? Ein paar Raumanzüge. Und ein Flugmodus für die Schwerelosigkeit …