Erstellt am 14. November 2017, 00:27

von Georg Sigloch

Neuer Kombi von Jaguar. Es gibt wieder einen Kombi von Jaguar: Nach einer „Nachdenkpause“ startet jetzt die zweite XF-Sportbrake-Generation.

Respekt! Jaguar schafft es, mit dem XF Sport-brake einen der schönsten aktuellen Gepäckkünstler auf die Straße zu bringen. Klare Linien(cw-Wert: 0,29), leichte Metalle, feine Materia-lien, tolles Fahrwerk,fantastisches Handling. Der Kombi ist nochlange nicht tot!  |  NOEN, Jaguar

SUV hin, SUV her – Oberklasse-Kombis gibt es nach wie vor und sie werden auch nach wie vor gekauft. Siehe Mercedes-Benz (E-Klasse T-Modell), siehe BMW (5er Touring), siehe Audi (A6 Avant) … Ab sofort ist auch der Jaguar XF Sportbrake, 4,95 Meter lang, wieder zu haben. Das Warten auf die zweite Generation hat sich gelohnt!

Das Wichtigste bei einem Kombi? Natürlich das Kofferraumvolumen! Der XF Sportbrake schafft mindestens 565 Liter, maximal (das heißt: zweisitzig, die Fondbank lässt sich übrigens im Verhältnis 40:20:40 umklappen) stehen exakt 1.700 Liter zur Verfügung. Zudem passen bis zu zwei Meter lange Gegenstände in das Cargodeck des Jaguars. Das kann sich echt sehen lassen, da kann man schon einiges transportieren (so nebenbei ist das Platzangebot im Fond top) – laut den indischen Briten (Jaguar gehört zum Tata-Konzern) passt sogar ein ganzer Kühlschrank rein!

Angenehm die niedrige Ladekante (kein Vergleich zu einem SUV). Nett: die Gestensteuerung für die elektrische Heckklappe. Eher ein Gag: Das (leider nicht zu öffnende) 1,6 Quadratmeter große Panoramaglasdach hat einen Sonnenschutz, der auch per Gestensteuerung bewegt werden kann. Eine Vor- oder Rück-wärtsbewegung der Hand im Bereich vor dem Innenrückspiegel reicht.

Fein: Die automatische Niveauregulierung mit Luftfederung für die Hinterachse (serienmäßig) sichert auch bei Anhängelasten von maximal zwei Tonnen einen ausgewogenen Fahrkomfort. Und sportlich lässt sich der Kombi auch noch bewegen: Er liegt auf der Straße, dass es die reinste Freude ist.

Ebenfalls fein: die Motoren. Fünf Benzin-/Dieselaggregate (Vier- und Sechszylinder) von 163 bis 300 PS stehen (vorerst?) zur Auswahl – ab (vorbildlichen) 118 Gramm CO2 pro Kilometer, ab (flotten) 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Alle Motoren gibt es in Verbindung mit einem achtstufigen Automatikgetriebe (163-PS-Diesel auch mit sechsgängigem Schaltgetriebe). Je nach Motorisierung ist der XF Sportbrake mit Heck- und/oder (elektrisch geregeltem) Allradantrieb erhältlich.

Beruhigend: Selbst auf extrem rutschigem Untergrund baut „All Surface Progress Control“ (geht nur mit Automatikgetriebe) bei einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h maximale Haftung auf – und zwar ohne, dass der Fahrer dazu irgendein Pedal betätigen muss. Der nächste Winter kommt bestimmt …

Ein stimmiges Auto. Nur: Wo kommt die ausgebaute Laderaumabdeckung hin? Und: Warum ist die Taste zum Öffnen der Heckklappe (links unter dem Lenkrad) versteckt?