Erstellt am 03. Januar 2018, 05:42

von Philipp Grabner

Intensivphase des Wahlkampf startet auch im Bezirk. Alle Listen des Bezirks bereiten sich auf Intensivphase des Wahlkampfs vor.

   |  APA (Archiv)

Das neue Jahr beginnt gleich mit einem intensiven Wahlkampf. Bis die Niederösterreicher am 28. Jänner einen neuen Landtag wählen, heißt es für die wahlwerbenden Parteien: Laufen um jede Stimme!

Christoph Kainz ist quasi schon ein „alter Hase“ in der Politik, immerhin sitzt der Pfaffstättner Bürgermeister bereits im Landtag. „Wir starten am 4. Jänner mit einem Bilanzpressegespräch, in welchem Abgeordneter Josef Balber und ich auf die erfolgreichen letzten Jahre zurückblicken werden“, so Kainz, der die Bezirks-ÖVP als Spitzenkandidat in die Wahl führen wird.

Wirtschaft und Verkehr als Schwerpunkt

Man habe bisher „bürgernah“ gearbeitet und gleichzeitig „einen guten Kontakt zum Land“ gehalten – dies wolle man fortsetzen. Als Themen im Wahlkampf nennt der Abgeordnete unter anderem den Bezirk als Wirtschaftsstandort sowie den öffentlichen Verkehr.

Auch für Karin Scheele ist der Landtagswahlkampf keine Premiere. Die Landtagsabgeordnete war von 2008 bis 2013 sogar Landesrätin für ihre Partei, die SPÖ. Als Spitzenkandidatin liegt ihr das persönliche Gespräch mit den Bürgern besonders am Herzen, wie sie betont: „Wir werden im gesamten Bezirk unterwegs sein.“ Startschuss für den Wahlkampf ist am 5. Jänner bei einem Kick-off. Auch Landesspitzenkandidat und Landesrat Franz Schnabl soll dem Bezirk die Ehre erweisen. „Thematisch wird es unter anderem um leistbares Wohnen und öffentlichen Verkehr, aber auch um den Gesundheitsbereich und hier speziell um die Arbeitsbedingungen gehen“, kündigt Scheele gegenüber der NÖN an.

Parteien wollen auf direkten Kontakt setzen

Quasi im „Dauerwahlkampf“ ist wiederum Peter Gerstner. Der FPÖ-Bezirksparteichef ist erst kürzlich Abgeordneter zum Nationalrat geworden. Nun tritt er für die Bezirks-Blauen an erster Stelle an – verläuft dies erfolgreich, will Gerstner in den Landtag wechseln. Thematisch geht die FPÖ auf Konfrontationskurs zur amtierenden Landeshauptfrau Mikl-Leitner – und kritisiert vor allem ihre Arbeit als Innenministerin. Die „Massenzuwanderung“ habe „Folgen, unsere Landsleute finden kein Gehör mehr für ihre berechtigten Ängste und Sorgen“, erklärt dazu FPÖ-Bezirkspressereferent Wolfgang Faltus. Zudem wolle man für leistbares Wohnen und mehr Gesundheit eintreten, heißt es.

Auf den direkten Kontakt setzen will Grünen-Spitzenfrau Helga Krismer. Es werde Hausbesuche, aber auch Aktionen im öffentlichen Raum geben, kündigt sie an, thematisieren werde man unter anderem den öffentlichen Verkehr. Im Landtag brauche es eine „erfahrene Kontrollpartei“, so Krismer, die die Pröll-Privatstiftung als Beispiel in der Vergangenheit anspricht.

Mit den Bürgern reden und ihnen zuhören – das will auch Badens NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber im Wahlkampf verstärkt. Natürlich gebe es auch diverse Werbe-Goodies – doch darauf soll nicht das Hauptaugenmerk gelegt werden. Man wolle „hinausgehen“, keine Millionen in den Wahlkampf investieren, so Hofer-Gruber. Thematisch will man sich der Schuldenpolitik widmen, aber auch „dem Filz und der Willkür, mit der in NÖ in den letzten 72 Jahren regiert wurde“, wie der NEOS-Bezirksspitzenkandidat meint.

Einzig im Bezirk Baden wird auch die Liste „Wir für Niederösterreich“ am Stimmzettel stehen.

 

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