Baden

Erstellt am 17. April 2018, 04:45

von Andreas Fussi

Kriminalität geht zurück. Gesamtkriminalität um 6,8 Prozent gesunken. Auffallender Rückgang bei Hauseinbrüchen, aber Anstieg bei Fahrraddiebstählen.

Chefinspektor Günther Skrianz vom Referat Kriminaldienst im Bezirkspolizeikommando Baden.  |  NOEN, Fussi

Unterschiedlich fällt die Kriminalitätsstatistik für den Bezirk aus. Erfreulich ist, dass die Gesamtkriminalität um 6,8 Prozent gesunken ist. Von 8.347 Delikten 2016 auf 7.779 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote stieg um 0,4 Prozent auf 43 Prozent. Diese Quote würde allerdings besser ausfallen , wenn nicht alle Schlepper-Delikte von in Traiskirchen gemeldeten Asylwerbern dazugerechnet würden, ergänzt Günther Skrianz vom Bezirkspolizeikommando.

Auffallend ist der Rückgang von Einbrüchen in Wohnhäuser um 13,6 Prozent. 2016 waren es 279 und im Vorjahr 241. Allerdings ist die Statistik bei den Wohnungseinbrüchen um 16,9 Prozent gestiegen (2016: 59, 2017: 69). Um 11 Prozent sind die Taschentrickdiebstähle gesunken (von 317 auf 282).

Autodiebstähle als Problem

Ein Problemfeld sei die Zunahme bei den Autodiebstählen. Diese stiegen von 14 auf 26 Pkw an. Nachdem aber kürzlich erst eine fünfköpfige rumänische Gruppe verhaftet wurde, geht Skrianz künftig wieder von einem Rückgang aus. Ein Anreiz für Autodiebe seien die schlüssellos betriebenen Fahrzeuge. Hier können die Diebe das Signal abfangen und die Fahrzeuge öffnen. Skrianz rät Besitzern von „Keyless-Go-Systemen“, ihre Autoschlüssel in einer Metallbox aufzubewahren.

Bei Suchtmittel-Delikten verzeichnet die Polizei einen Rückgang um 22,2 %. Verantwortlich dafür seien Schwerpunktkontrollen im Bereich der Betreuungsstelle in Traiskirchen.

Eine Zunahme von 28,1 Prozent gibt es in der Statistik bei den Fahrraddiebstählen. Hier liege daher aktuell der Schwerpunkt in der Arbeit der Polizei. Skrianz rät, sein Fahrrad registrieren und absichern zu lassen. „Die richtige Verwahrung ist das Um und Auf.“

Die Ladendiebstähle stiegen von 117 auf 122 angezeigte Fälle. Die Anzahl der Banküberfälle ist mit 2 gleich geblieben. 5 Raubüberfälle an öffentlichen Orten bedeutet einen Rückgang um 54 Prozent. Mordversuche sanken von 4 auf einen Fall. Die strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Selbstbestimmung stiegen um 12,3 Prozent (von 73 auf 82 Fälle), darunter sind 23 angezeigte Vergewaltigungen in der Statistik, eine Zunahme um 11 Fälle. Darunter seien aber auch mehrere Anzeigen, wo die Angaben der Opfer zweifelhaft erscheinen. Die Aufklärungsrate bei Sexualdelikten liege bei 84,1 Prozent.