Alland

Erstellt am 09. Januar 2018, 05:28

von Stephanie Pirkfellner

Trittbrettfahrer wollte am Unglück „mitnaschen“. Ein Trittbrettfahrer wollte am Unglück der Familie Steiner „mitnaschen“, die in der Silvesternacht durch ein Feuer, ausgelöst durch ein Feuerwerk, schwer geschädigt wurde.

Astrid Steiner, VP-Landtagsabgeordneter Josef Balber, der sich über das Ausmaß des Brandes selbst ein Bild machte, sowie Rosa und Hans Steiner.  |  NOEN, Stephanie Pirkfellner

Für Astrid Steiner, eine junge Landwirtin, die den Hof erst vor einem Jahr von ihren Großeltern übernommen hatte, war es wahrlich kein guter Jahresbeginn. Auf ihrem Anwesen im Ortsteil Untermeierhof gerieten über 500 Rundstroh- und Heuballen unmittelbar neben ihrem Gehöft in Brand, die NÖN berichtete vorige Woche.

» NÖN.at berichtete

Ein abgeschossener Feuerwerkskörper dürfte den Brand ausgelöst haben. Bis gegen vier Uhr früh standen die Freiwilligen Feuerwehren Maria Raisenmarkt, Alland, Groisbach und Heiligenkreuz sowie das Atemschutzfahrzeug der Feuerwehr Bad Vöslau mit insgesamt über 40 Feuerwehrleuten im Einsatz. Dichter Nebel und die Rauchentwicklung erschwerten den Einsatz. Pferde, die sich auf einer Koppel befanden, wurden vor dem Rauch in Sicherheit gebracht. Zu allem Unglück muss das verbrannte Gut wegen der Kunststofffolie als Sondermüll entsorgt werden.

Jahresvorrat wurde zerstört

Astrid Steiner dazu: „Wir möchten uns einfach nur bei den Freiwilligen Feuerwehren sowie den anderen Rettungskräften für den elfstündigen Einsatz bedanken. Es sind zum Glück keine Menschen oder Tiere dabei zu Schaden gekommen. Leider ist aber der gesamte Jahresvorrat an Stroh und Futter für die auf dem Hof lebenden 40 Rinder und 15 Pferde vollkommen zerstört worden.“ Die Versicherung wird voraussichtlich nur für einen Bruchteil des Schadens aufkommen. Da für die Familie der Verlust des Futters ein schwerer Schlag ist, kann mit Heu und Stroh für die Tiere geholfen werden. Für finanzielle Hilfe steht ein Spendenkonto bereit: „Astrid Steiner, IBAN AT35 2020 5010 0002 9973, Verwendungszweck: Brand.“

Plötzlich ein zweiter Spendenaufruf

Doch als hätte die Familie Steiner nicht schon genug um die Ohren – nun müssen sie sich auch noch mit einem gefakten Spendenaufruf herumschlagen, denn auf „Facebook“ tauchte plötzlich ein zweiter Spendenaufruf eines Trittbrettfahrers auf. Mit einer anderen Kontonummer, lautend auf den Namen „S. Steiner“.

„Ich weiß nicht, was sich diese Person dabei gedacht hat. Vor allem brauchen wir wirklich dringend Futter“, so die „richtige“ Astrid Steiner, die hofft, dass niemand auf diesen falschen Aufruf hereinfiel. Jedenfalls löste diese schändliche Aktion einen gewaltigen Wirbel auf „Facebook“ hervor, von wo sie mittlerweile gelöscht wurde.

Astrid Steiner muss jetzt danach trachten, wie sie mit dem Futter bis zum Frühjahr auskommt. Steiner: „Freunde und Bekannte haben uns mit bereits mit Heuballen ausgeholfen. Somit ist die nächste Woche vorerst einmal gesichert.“