Erstellt am 04. Januar 2018, 05:33

von Philipp Grabner

Helmut Hofer-Gruber: „Es braucht neue Ideen!“. Helmut Hofer-Gruber, Spitzenkandidat der NEOS im Bezirk, tritt für „frischen Schwung und neue Ideen“ in der Politik ein. Er hofft auf den Landtags-Einzug.

 |  NOEN

NÖN: Die NEOS treten erstmals bei der Landtagswahl in NÖ an. Wieso braucht es Ihre Partei überhaupt im Landtag?
Helmut Hofer-Gruber: Weil NÖ eine Alternative zu den alteingesessenen Parteien braucht! NEOS braucht es auf allen Ebenen, das haben wir im Nationalrat gezeigt, im Landtag in Vorarlberg und in vielen Gemeinden, auch in Baden. Es braucht frischen Schwung, neue Ideen und einen neuen Stil, um Packelei, Freunderlwirtschaft, Willkür & Schuldenpolitik zu stoppen.

Spitzenkandidatin Indra Collini sprach kürzlich davon, dass NÖ „ein freies Land“ sein solle. Ein Land „frei von Abhängigkeiten, frei von Packelei und frei von Schulden“ – das klingt ziemlich dramatisch…
Ist es auch. Es ist unglaublich, wie viele Bürger sich nicht getraut haben, den NEOS auf ihrem Gemeindeamt eine Unterstützungserklärung zu geben – aus Angst, Nachteile zu erleiden. Das darf in einem freien, demokratischen Land nicht sein. Hinter der schönen Fassade bröckelt es gewaltig, das kann man auch am ständig größer werdenden Schuldenberg erkennen. Unseren Kindern wird hier ein übles Erbe hinterlassen, denn die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.

"Mehrheit brechen heißt ja nicht, dass man in Sachfragen nicht vernünftige Lösungen findet"

Sie wollen die Absolute der ÖVP brechen. In Baden sind Sie mit der ÖVP allerdings in einer Regierung. Wie lässt sich das vereinbaren?
Sehr gut. In Baden sitze ich ja genau deshalb in der Stadtregierung, weil die ÖVP keine absolute Mehrheit hat. Mehrheit brechen heißt ja nicht, dass man in Sachfragen nicht vernünftige Lösungen findet – und da können wir einiges anbieten. Absolute Mehrheiten führen langfristig unweigerlich zu Filz, Intransparenz und Verlust der Bodenhaftung.

Ihre Prognose für die Wahl?
Die NEOS ziehen in den Landtag ein, dann wird sich eine Absolute für die ÖVP wohl nicht mehr ausgehen. Alles andere wird man sehen.