Erstellt am 23. Dezember 2017, 12:27

Hunde retteten Besitzerin bei Wohnhausbrand das Leben. Über 3 Stunden lang standen in der Nacht auf Samstag knapp 100 Feuerwehreinsatzkräfte bei einem Brand in Tribuswinkel im Bezirk Baden im Einsatz.

Im Erdgeschoß eines Gebäudes einer Reihenwohnhausanlage brach aus bislang unbekannter Ursache ein Brand aus. Die Bewohnerin schlief bereits im ersten Stock, als sie kurz vor Mitternacht plötzlich von ihren Hunden geweckt wurde. Sie öffnete das Fenster im Schlafzimmer und sah vom Erdgeschoß bzw. Gartenbereich Flammen aufsteigen. Sie konnte sich mit ihren Hunden noch rechtzeitig ins Freie retten.

Nachbarn alarmierten die Feuerwehr. Als die Florianis der Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel, sowie der FF Pfaffstättenwenige Minuten später vor Ort eintrafen, brannte es bereits lichterloh. Die Rückseite des in Brand geratenen Reihenhauses stand in Vollbrand und Flammen erfassten bereits den Dachstuhl, sowie die Fassade des direkt angebauten Nachbargebäudes.  Starker Funkenflug setzte auch große Teile einer Thujenhecke, die beide Grundstücke im Gartenbereich trennt, in Brand.

Sofort forderte der Feuerwehreinsatzleiter Kommandant Stefan Mitheis über die Bezirksalarmzentrale Baden die FF Wienersdorf, die FF Möllersdorf mit dem Atemluft-Anhänger und dem Einsatzleitfahrzeug zur Unterstützung nach. Zuerst wurde die weitere Ausbereitung auf die Nachbargebäude erfolgreich verhindert und die direkte Brandbekämpfung aufgenommen. Es dauerte jedoch einige Zeit bis die massive Flammenwand niedergeschlagen werden konnte, um anschließend weitere Löscharbeiten unter Atemschutz vom Garten aus und über den Hauseingang im Inneren des Gebäudes aufnehmen zu können.

Besitzerin erlitt Schock

Im betroffenen Haus brannte im Erdgeschoß ein Zimmer komplett aus. Sämtliche anderen Räumlichkeiten im Reihenhaus wurde durch den Brand, sowie den massiven Brandrauch und der Strahlungshitze stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Besitzerin erlitt einen Schock und wurde von Nachbarn und den alarmierten Rettungskräften betreut. Eine in einem Terrarium befindliche Bartargame (ungiftige Echsenart) konnte leider nicht mehr gerettet werden. . Erste Erhebungen bezüglich der Brandursache wurden von Polizeibeamten bereits in der Nacht vor Ort aufgenommen. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel stellt eine Brandwache.

Insgesamt standen vier Freiwillige Feuerwehren mit 96 Feuerwehrleute und 18 Fahrzeugen, sowie ein Mitglied vom BFK Presseteam über mehrere Stunden lang im Einsatz. Auch ein Rettungsteam des Arbeiter Samariterbundes Traiskirchen und vier Polizeibeamte aus dem Bezirk waren im Einsatz.