Hainburg a.d. Donau

Erstellt am 10. Januar 2018, 05:34

von Josef Rittler

Hainburg ist für Blackout gerüstet. Stadt und Feuerwehr sind in einer Telefonanlage verbunden. Gemeinde könnte im Feuerwehrhaus arbeiten.

Krisenfest im Feuerwehrhaus (v. l.): Herbert Schmid, Kommandant Christian Edlinger, Helmut Schmid und Johannes Kammlander.  |  Rittler

Die Stadtgemeinde und die Feuerwehr sind jetzt in einer Telefonanlage zusammengeschlossen und unter einer Nummer erreichbar. Der Grund: Das Feuerwehrhaus ist mit einem Notstromaggregat ausgerüstet, im Fall einer Katastrophe kann die Gemeinde also ins Feuerwehrhaus übersiedeln und dort eine Einsatzzentrale einrichten. „Wenn es einen totalen Blackout gibt, dann stehen weder Strom noch Wasser zur Verfügung. Um weiter einsatzfähig zu sein, sind wir aber auf Strom angewiesen“, erläutert Bürgermeister Helmut Schmid (VP).

Als Katastrophen, die auch in der Mittelalterstadt zum Blackout führen könnten, nennt Schmid ein starkes Hochwasser, nicht ausgeschlossen werden könne auch ein „Atomunfall“ bei den Nachbarn in der Slowakei.

Das Notstromaggregat im Feuerwehrhaus wurde schon vor Jahren angeschafft, die Einspeisung erfolgt im Haus, es ist daher netzunabhängig mindestens eine Woche versorgt. Im Feuerwehrhaus wurde auch die EDV auf den Letztstand gebracht (siehe Infobox). Die Kosten betragen 30.000 Euro.

Der Zusammenschluss sei nur ein erster Schritt, auch das gesamte Schließsystem der Räumlichkeiten der Gemeinde wurde geändert. So ist etwa auch der neue Kindercampus nur mit einem Chip-Schlüssel erreichbar. „So können wir zentral die Zugangsbereiche steuern und auch überprüfen, wer sich wann wo aufgehalten hat“, so Schmid.