Lunz am See

Erstellt am 13. Februar 2018, 05:01

von Jutta Streimelweger

„Wollke“ bei „2 Minuten 2 Millionen“ im TV . Sabine Fallmann-Hauser (Lunz) macht bei PULS 4-Sendung mit. Mit der NÖN spricht sie exklusiv über die Show.

Nur zwei Minuten hatten Sabine Fallmann-Hauser und ihr Mann Harald Fallmann Zeit, die Idee von „Meine Wollke“ den Investoren von „2 Minuten 2 Millionen“ schmackhaft zu machen. Ob es geklappt hat, gibt es am Dienstag, 20. Februar, ab 20.15 Uhr auf PULS 4 zu sehen.  |  NOEN, Gerry Frank

Sabine Fallmann-Hauser ist in der niederösterreichischen Start-Up-Szene keine Unbekannte. Erst kürzlich wurde die Lunzerin mit ihrer „Wollke“ zur beliebtesten Jung-Unternehmerin des Bezirks gekürt (die NÖN berichtete). Nun wagt sich die diplomierte Sexualpädagogin zur PULS 4-Show „2 Minuten 2 Millionen“.

Ihr Produkt „Meine Wollke“ ist eine nachhaltige Slipeinlage für Frauen und Mädchen. Ein sensibles und tabuisiertes Thema – doch Gründerin Fallmann-Hauser ist von dem Nutzen und der Nachfrage überzeugt. „Die nachhaltige Slipeinlage ist frei von Chemikalien, Plastik und Duftstoffen. Sie ist wiederverwendbar und besteht aus Bio-Baumwolle. Sie unterstützt einen gesunden Lebensstil und das Umweltbewusstsein.“ Ein Thema, mit dem nicht alle Investoren von Beginn an etwas anfangen können.

„Es war fast wie die Muppet-Show. Dass wir es dann auch in die Sendung schaffen würden, hätte ich nicht gedacht.“Sabine Fallmann-Hauser

Katharina Schneider (Mediashop), Hans Peter Haselsteiner (Bau- und Bahnunternehmer), Michael Altrichter (paysafecard- und payolution-Gründer), Heinrich Prokop (Traismaurer Gutschermühle), Leo Hillinger (Weinbauer) und Daniel Zech (SevenVentures Austria) seien aber laut Fallmann-Hauser alle extrem freundlich gewesen: „Sie sind mit Herzblut dabei. Leo Hillinger ist sogar zu uns hinter die Bühne gekommen. Es war eine tolle Erfahrung.“

Eine Erfahrung, die es so für die Wollke-Unternehmerin fast gar nicht gegeben hätte: „Es war gar nicht meine Idee mitzumachen, sondern die meines Mannes.“ Fallmann-Hauser sei am Anfang sogar dagegen gewesen: „Aber schlussendlich hat er mich überzeugt und inzwischen bereue ich es keine Minute.“

Mann und Sohn mit dabei

Vor einem Jahr fand die Bewerbung statt, dann kam die Zusage zum Casting. „Da hatte ich schon wieder ganz vergessen, dass wir uns überhaupt angemeldet hatten.“ Also hat die Start-Up-Chefin in ein Coaching investiert. „Und der Berater hat mir glatt gesagt, dass ich unbedingt einen Mann mitnehmen muss.“

Da musste die gestandene Frau einmal schlucken: „Ich war von den Socken. Aber er hatte recht. Schließlich sind auch die Investoren großteils Männer.“ Mitkommen musste der Ehegatte – „mitgehangen, mitgefangen“, schmunzelt Fallmann-Hauser, die auch einen ihrer drei Söhne mit zum Casting nahm. „Vor Ort hatten wir vor allem eines: Spaß. Es war fast wie die Muppet-Show. Dass wir es dann auch in die Sendung schaffen würden, hätte ich nicht gedacht.“

Spannung auf Ergebnis für „Wollke“ steigt

Doch der Anruf kam und die Lunzerin durfte ins Fernsehstudio. „Wir hatten etwas über zwei Wochen Vorbereitungszeit. Haben versucht noch alles zu perfektionieren.“ In zwei Minuten galt es schließlich allerhand unterzubringen, um die Investoren zu überzeugen: „Für mich war es wichtig, die Botschaft der ‚Wollke‘ rüberzubringen, den ökologischen und sozialen Aspekt.“ Beim Dreh war tatsächlich gleich der erste Versuch entscheidend: „Einen zweiten gab es nicht. Jede Nervosität, jedes Stottern ist echt.“

Wie es für Sabine Fallmann-Hauser ausgegangen ist, kann sie noch nicht erzählen: „Das müssen sich die Leute schon im Fernsehen anschauen“, lächelt sie. Zuhause macht die Lunzerin ein kleines Public Viewing mit Familie und Freunden.