Oberndorf an der Melk

Erstellt am 02. Mai 2017, 07:08

von Christian Eplinger

Oberndorf trauert um 20-jährigen Fußballer. Große Trauer und Schock beim SV Oberndorf: Markus Glinz (20) starb am Montag im Amstettner Spital an einem Blutgerinsel im Gehirn.

Markus Glinz hätte am 9. Juni seinen 21. Geburtstag gefeiert. Beim Klubhaus des SV Oberndorf weht seit Montag die schwarze Fahne.  |  Gerhard Rötzer

Es war unmittelbar vor dem Abpfiff der Partie zwischen dem SV Oberndorf und Oed/Zeillern am vergangenen Sonntag. Nach einem normalen Zweikampf blieb der 20-jährige Oberndorfer Mittelfeldspieler Markus Glinz mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Er erlitt bei der Aktion einen Schien- und Wadenbeinbruch, wurde noch vom Notarzt am Spielfeldrand erstbehandelt, ehe er mit der Rettung ins Unfallkrankenhaus Amstetten gebracht wurde.

Noch am selben Abend wurde Glinz in Amstetten operiert, und eigentlich schien sich schon alles wieder zum Guten zu wenden. Doch der Schein trügte.

Blutgerinsel im Gehirn

In der Nacht schlugen die Überwachungsgeräte plötzlich Alarm. Sofort wurde er in die Intensivstation überstellt und dort behandelt. Doch für Markus Glinz kam jede Hilfe zu spät.

Ein Blutgerinsel im Gehirn, das laut Ärzten nichts mit dem eigentlichen Fußballunfall zu tun hatte, machte dem jungen Leben des Burschen, der am 9. Juni seinen 21. Geburtstag gefeiert hätte, ein abruptes Ende.

Beim Verein ist die Trauer groß: „Das kann keiner fassen. Die Zeit steht still. Fußball ist für uns alle zur Nebensache geworden“, sagt SVO-Obmann Engelbert Ellmauer.

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