Scheibbs

Erstellt am 07. Februar 2018, 05:00

Kein Engpass bei Zivis. Trotz zurückgehender Zahlen kann man beim Roten Kreuz Scheibbs nicht von einem Mangel an Zivildienern sprechen. Bis April 2019 sind dort alle Stellen besetzt.

): Die Zivildienstleistenden Laurenz Arbinger (links) und Matthias Gruber beim Rettungsfahrzeug-Check mit Maria Swittalek, die gerade ein Freiwilliges Sozialjahr beim Roten Kreuz Scheibbs absolviert.  |  Rotes Kreuz/Lukas Hürner

Der auf die geburtenschwachen Jahrgänge zurückzuführende Trend des Ausfalls von Zivildienern belastet zurzeit das Rote Kreuz Niederösterreich. Momentan sind knapp 80 offene Stellen im April zu besetzen. Seit 2014 ist die Zahl der Zivildiener stetig zurückgegangen und Prognosen ergeben die Fortsetzung dieses Trends bis zumindest 2021.

Freie Plätze ab April 2019

Hiervon sieht sich das Rote Kreuz im Bezirk Scheibbs allerdings nicht betroffen. Freie Plätze sind dort erst wieder im April 2019 verfügbar – bis dahin sind alle Stellen besetzt. „Man muss aber permanent aktiv sein, um die jungen Männer für den Dienst beim Roten Kreuz zu gewinnen“, betont Erich Stockinger, Verantwortlicher für die Zivildiener beim Roten Kreuz.

„Wir haben sehr viele Interessenten, bei denen bereits die Väter, Brüder, Freunde oder Bekannte ihren Zivildienst bei uns abgeleistet haben."Erich Stockinger

Viermal pro Jahr (Jänner, April, Juli, Oktober) rücken beim Roten Kreuz Scheibbs jeweils zehn Zivildienstleistende ein. In den ersten zwei Monaten absolvieren sie die Ausbildung zum Rettungssanitäter, die mit einer kommissionellen Prüfung abgeschlossen wird. In den verbleibenden sieben Monaten werden sie in erster Linie im Sanitätsdienst eingesetzt, aber mit erfahrenen hauptberuflichen oder freiwilligen Kollegen auch im Rettungsdienst. Ihre Dienstorte sind alle vier Dienststellen des Roten Kreuzes im Bezirk Scheibbs, sprich Gaming, Scheibbs, Steinakirchen und Wieselburg.

Beim Roten Kreuz Scheibbs wird auch ein großer Wert auf gute Betreuung der Zivildiener gelegt. „Wir haben sehr viele Interessenten, bei denen bereits die Väter, Brüder, Freunde oder Bekannte ihren Zivildienst bei uns abgeleistet haben. Ihnen wurde empfohlen, ebenfalls diesen Weg einzuschlagen. Das zeigt uns, dass sich die jungen Männer bei uns sehr wohl fühlen und sie viel für ihr Leben lernen“, freut sich Stockinger.

„Freiwillige Sozialjahr“ gut angelaufen

Sehr gut angelaufen ist auch das „Freiwillige Sozialjahr“. Pro Quartal starten etwa drei junge Frauen und Männer diese Erfahrung. Hier sind ab Juli 2018 wieder freie Plätze verfügbar. „Zivildienst und Freiwilliges Sozialjahr sind auch ein wesentlicher Faktor für das Freiwilligenwesen im Roten Kreuz. Ein hoher Prozentsatz der Absolventen bleibt dem Roten Kreuz danach als ehrenamtliche Mitarbeiter erhalten und hilft damit entscheidend mit, den Dienstbetrieb für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Genau das macht das Rote Kreuz aus: Das Zusammenspiel aus Freiwilligen, Zivildienern, FSJ-Absolventen und hauptberuflichen Mitarbeitern“, berichtet Rotkreuz-Pressesprecher Lukas Hürner.