Erstellt am 16. April 2018, 03:58

von NÖN Redaktion

Häufig spielen, länger leben: Warum Golf gesund ist. Die Liste dessen, was im Detail Golf zum Gesundheitssport macht, würde den Rahmen jedes Zeitungsartikels sprengen. Hier einige Beispiele in Kürze.

Beim Golfen fällt es leicht, Sozialkontakte zu schließen und zu halten.  |  monkeybusinessimages

Die moderne Alternsforschung betont, dass neben Ernährung, Bewegung und gesundem Lebensstil auch soziale Aspekte eine wichtige Rolle spielen, wenn es um langfristige Gesundheit geht. So zeigte ein Projekt der Medizinischen Universität Wien, des Wiener Hilfswerks und der Österreichischen Sportunion, dass sich der Zustand gebrechlicher Senioren binnen drei Monaten deutlich verbesserte, wenn sie zwei Mal wöchentlich Kontakt mit freiwilligen „Besuchern“ pflegten.

Jede Runde Golf sorgt für reichlich Bewegung bei Tageslicht.  |  romakoma/Shutterstock.com

Probleme wie Mangelernährung, Licht- und Bewegungsmangel oder Depressionen treten besonders häufig auf, wenn Einsamkeit und Isolation Raum greifen.

Golfsport bringt mehrfachen Nutzen

Der Mehrfachnutzen des Golfsports liegt hier auf der Hand: Er kann von Menschen jedes Alters ausgeübt werden. Jede Runde sorgt für Bewegung ebenso wie für ausreichend Tageslicht, das die Haut zur Produktion des wichtigen Vitamin D anregt. Und im Golfclub finden sich stets Gleichgesinnte – es ist also leicht, hier Sozialkontakte zu schließen und zu halten.

Fit statt „faul“

Golf bietet moderate körperliche Aktivität im aeroben Bereich. Und zwar über das allgemein als Minimum empfohlene Maß zur Erhaltung der Gesundheit hinaus, wie die aktuelle Studie der University of Edinburgh festhält. Intensität und Kalorienverbrauch variieren zwar selbstverständlich je nach Können, Tempo, Dauer, Beschaffenheit der Greens (z. B.: hügelig oder flach) und Grundkonstitution des Spielers.

Doch von den Forschern ermittelte Rahmenwerte stellen dem Sport ein gutes Zeugnis als wirksame Fitnessaktivität aus:

  • Energieverbrauch bei 18 Löchern: 531 bis 2.467 Kalorien.
  • Schrittzahl ohne Cart-Einsatz: zwischen 11.245 und 16.667
  • Schrittzahl mit Cart-Einsatz: rund 6.280
  • Muskeleinsatz bei korrektem Schlag: 124 von 434 Muskeln werden aktiv.

Einen Zugewinn an Muskelmasse erreichen durch das Golfspiel vor allem ältere Semester. In Sachen Fettverbrennung und Leistungskraft des Atemsystems profitieren Experten zufolge jedoch Golfer aller Altersgruppen.

Häufig spielen, länger leben.

Körperliche Inaktivität gilt als eine der fünf wichtigsten Todesursachen in Nordamerika, Europa, Australien und Asien (Global Burden of Disease Study, 2010). Golfer haben einer schwedischen Studie zufolge eine höhere Lebenserwartung als Nicht-Golfer.

Aktuelle Daten legen nahe, dass der Gesundheitsnutzen dieses Sports (aber auch anderer Sportarten) steigt, wenn nicht nur zwei Mal pro Woche, sondern häufiger gespielt wird.