Erstellt am 26. Oktober 2017, 05:20

von NÖN Redaktion

Mit Fördergeld zum Traumhaus. Ein eigenes Haus zu bauen ist für viele ein finanzielles Risiko. Daher ist es ratsam, Förderungen zu beantragen.

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Auch im Jahr 2017 gibt es etliche Möglichkeiten, wie man sich durch Förderaktionen die finanzielle Last eines Hauses ein bisschen erleichtern kann. Die österreichische Bundesregierung stellt Budgetmittel für Förderungen im Bereich der thermischen Gebäudesanierung zur Verfügung.

Mit Stand vom 11. September 2017 stehen immer noch 21,9 Millionen an finanziellen Mitteln zur Verfügung. Im privaten Wohnbau wurden bereits 5.030 und im gewerblichen Bereich 170 Anträge gestellt.

Im thermischen Bereich gibt es Förderungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als zwanzig Jahre alt sind. Welche Teile des Hauses förderungsfähig sind, ist genau festgelegt. Dazu gehört die Dämmung von Außenwänden und Geschoßdecken. Außerdem können die Erneuerung von Fenstern und Außentüren sowie die Umstellung von Heizungssystemen einer Mustersanierung gefördert werden.

Energieausweis ist dem Förderantra beizulegen

Weiters wird die sogenannte „Umfassende Sanierung klimaaktiv Standard“ mit max. 5.000 Euro gefördert. In einem mehrgeschoßigen Wohnbau sind es 3.000 Euro. Die Förderstelle fordert dafür einerseits Unterlagen, außerdem muss der Heizwärmebedarf des zu sanierenden Hauses reduziert werden. Heizwärmbedarf (HWB) und A/V-Verhältnis werden im Energieausweis angeführt, der dem Förderantrag, bei umfassenden Sanierungen, beizulegen ist.

Dabei gibt es sogar die Möglichkeit auf einen weiteren Zuschlag. Wenn zum Beispiel Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden, können weitere 1.000 Euro Förderung in Anspruch genommen werden.

Weiters gibt es finanzielle Unterstützung bei Mustersanierungen für besondere Nachhaltigkeit beim Gebäude. Wer sein Haus mit mindestens 80 Prozent erneuerbaren Energieträgern baut, kann außerdem Förderung beantragen.

Ganz unabhängig von finanziellen Hilfen kann man das Gebäude als „klimaaktiv“ deklarieren. Diese sind langfristig nachhaltig, klimaschonend und bieten zudem ein gesundes Raumklima.

Für die Deklaration wird ein geringer HWB gebraucht und die Einhaltung weiterer Kriterien wie CO2-Emissionen, Primärenergiebedarf, Luftdichtheit, Sommertauglichkeit und Ausschluss klimaschädlicher Substanzen sind nachzuweisen.

Es werden auch neue Solaranlagen gefördert

Was auch unbedingt von Privaten bedacht werden sollte, wenn es ums Thema Förderungen geht, ist die Anbringung von Solaranlagen. Gefördert werden hier neu errichtete Solaranlagen, die zur Beheizung von Gebäuden und zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Das Gebäude, das durch die Solaranlage versorgt wird, muss älter als 15 Jahre sein.

Der Antrag betreffend Solaranlagen kann noch bis 30. November dieses Jahres eingereicht werden. Pro Antragssteller kann unabhängig vom Standort nur ein Antrag für eine Solaranlage eingereicht werden.

Die Förderung ist in diesem Fall ein einmaliger Investitionskostenzuschuss. Für Solaranlagen zur Beheizung eines Gebäudes und zur Warmwasserbereitung gilt eine Förderpauschale von 700 Euro. Beim Einbau der Sollarkollektoren muss daran gedacht werden, diese nach dem „Österreichischen Umweltzeichen für Sonnenkollektoren und Solaranlagen“ zu zertifizieren.

www.umweltfoerderung.at

www.klimaaktiv.at