Erstellt am 17. Mai 2017, 16:21

von NÖN Redaktion

Firma liefert Hanf frei Haus. Wände, Decken, Dächer: „Naporo“ dämmt alles im und am Haus – dank Pflanzenfasern aus Hanfthal.

Robert Schwemmer, einer der Geschäftsführer von Naporo, setzt mit seinem Kollegen Frank Reiche auf natürliche und innovative Baumaterialien.  |  Naporo

Der Hanf war es, der die oberösterreichische Firma Naporo von Braunau am Inn nach Haugsdorf (Bezirk Hollabrunn) zog – denn von dort ist Hanfthal (Bezirk Mistelbach) nur noch einen Katzensprung entfernt. Und in der Laaer Katastralgemeinde wächst und gedeiht jener Baustoff, auf den das Unternehmen setzt, besonders gut: Hanf.

Mit dem Bedürfnis nach ökologischem Bauen fing alles an. Frank Reiche und Robert Schwemmer entwickelten die Vision und das Bedürfnis nach reinen, natürlichen und schadstofffreien Baumaterialien. Nach wissenschaftlichen Studien kam mit dem Rohrkolben der entscheidende Durchbruch für nachhaltige und innovative Produkte. Bald entdeckte man auch den Hanf für sich. „Neben Öl, Samen und Medizin liefert die Universalpflanze auch extrem reißfeste Fasern, was sie zum idealen Rohstoff für Hausbau, Papier- und Textilherstellung macht“, erklärt das Unternehmen, warum es gerade diese Pflanze verwendet.

Hanf wächst ganze sieben Zentimeter pro Tag, gedeiht auf fast jedem Boden und ist zur Gänze verwertbar. Mit der Verwendung von regionalen Pflanzen – besonders aus Hanfthal (Bezirk Mistelbach) – garantiert das Unternehmen eine starke regionale und nachhaltige Wertschöpfung.  |  Naporo

Im Sortiment befinden sich zwei Module: die Fassaden-Dämmung „NaporoWall“ sowie flexible Dämmplatten für Wände, Decken und Dächer, die unter dem Namen „Klima Hanf“ laufen. Doch was macht Hanf als Baustoff so erfolgreich, dass Naporo mittlerweile einige Bau- und Nachhaltigkeitspreise für sich verbuchen kann?

„Hanf ist von Natur aus sehr widerstandsfähig und kaum anfällig für Schädlingsbefall, weshalb vollständig auf Herbizide und Pestizide verzichtet wird“, so die Naporo-Geschäftsführer. Die Pflanze verbessert zudem die Bodenqualität und kann auch in Wasserschutzgebieten angebaut werden. Und: „Da Hanf beim Wachsen doppelt so viel CO 2 bindet wie Bäume, leisten unsere Dämmstoffe einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung des CO -Ausstoßes.“ Pro gedämmtem Einfamilienhaus würden so rund fünf Tonnen CO eingespart.

www.naporo.com

www.daemmstoff.at

www.hanfdaemmung.at