Erstellt am 17. Mai 2017, 16:38

Die Eckpfeiler des Naturgartens. Die Kernkriterien von „Natur im Garten“ bilden die Basis für einen Naturgarten – einen Garten, der für ökologische Gestaltung und nachhaltige Bewirtschaftung steht.

Es gibt viele Möglichkeiten, im Garten Energie oder Transportwege einzusparen. Zum Beispiel durch ein Gemüsebeet. Immerhin braucht die Karotte aus dem Garten keinen langen Anfahrtsweg.  |  Peppersmint/Shutterstock.com

Keine Pestizide, keine chemisch-synthetischen Dünger und kein Torf – das sind die Kernkriterien der Aktion „Natur im Garten“. Nur wer sie einhält, hat die Chance, eine „Natur im Garten“-Plakette zu bekommen.

  • Keine Pestizide,

weil Gifte, sowohl wenn sie produziert werden, als auch, wenn sie zum Einsatz kommen, die Umwelt belasten. Pestizidfreies Gärtnern hat Vorteile: Ohne chemischen Pflanzenschutz kann ein ökologisches Gleichgewicht zwischen „Schädlingen“ und „Nützlingen“ entstehen. Werden einem Schädlinge trotzdem zu viel, kann man Blattläuse mit einem Wasserstrahl von den Pflanzen spritzen oder Triebe zurückschneiden, die von Mehltau befallen sind. Und: Es lohnt sich, robuste Pflanzen, die zum Standort passen und aus der Region sind, zu pflanzen.

  • Keine chemisch-synthetischen Dünger,

weil diese leicht wasserlöslich sind und das Grundwasser belasten können.
Oft sind Dünger auch nicht nötig, weil sich genug Nährstoffe im Garten befinden. Hilfreich sind Kompost, Jauchen, Mulchen und Gründüngung. „Wer seinen eigenen Kompost herstellt, der erlebt hautnah, wie sich die Kreisläufe der Natur im Garten schließen. So vermeiden wir Transporte und vermindern unsere Müllmengen“, verrät www.naturimgarten.at

  • Kein Torf,

weil bei der Gewinnung die sehr seltenen Moore, die riesige Mengen an CO2 binden, entwässert und zerstört werden und dabei CO2 austritt. Dazu kommt, dass Torf kein nachwachsender Rohstoff ist und meist über weite Strecken transportiert werden muss.
„Ökologisch gärtnern heißt, sich an der Nachhaltigkeit des eigenen Verhaltens zu orientieren“, lässt sich auf www.naturimgarten.at nachlesen. Torf wird daher vermieden. Die gute Nachricht: Mittlerweile gibt es viele torffreie Alternativen.

Auf dem Weg zur „Natur im Garten“-Plakette, die übrigens schon über 14.700 Gartenbesitzer haben, sind weitere Kriterien zum Teil zu erfüllen: „Naturgartenelemente“, wie Wildsträucher, Wiese, Wildes Eck usw., und „Bewirtschaftung und Nutzgarten“. Dazu zählen unter anderem Komposthaufen, Nützlingsunterkünfte, Gemüsebeete, Kräutergarten, Obstgarten und Beerensträucher. Die wiederum helfen auch Transportwege einzusparen. Denn: Genuss aus dem Garten braucht keine Autofahrt bis in die Küche.