Erstellt am 27. Oktober 2017, 05:39

von NÖN Redaktion

Energiesparen: Ganzheitlich gedacht . Neben Erscheinungsbild und Raumordnung müssen auch Energiesparrichtlinien beim Bauen mitgedacht werden.

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Wenn es draußen wieder kälter wird, ist für viele Niederösterreicher das Thema Energiesparen wieder wichtiger. Aber nicht nur die, die schon ein Haus haben, setzen sich mit dem Thema auseinander. Gerade vor dem Bau eines Hauses kann viel mitgedacht werden, das später Energie und Geld spart.

Gebäude sind als (energetisches) Ganzes zu betrachten und zu bewerten. Gestalterisch bedeutet das, dass es schon lange nicht mehr nur um das oberflächliche Erscheinungsbild und die funktionale Raumordnung eines Gebäudes geht. Sondern all das sollte mit den Energie sparenden Geboten der heutigen Zeit in Einklang gebracht und verbunden werden.

Diese Umstände stellen sowohl die Planer als auch die Bauherren vor neue Herausforderungen. Daher müssen alle, die an einem Bau beteiligt sind, noch mehr als bisher bei einer ganzheitlichen und integrierten Planung, Errichtung und Bewilligung mitwirken. Ziel dabei ist, einen energetisch günstigen Betrieb mit einer zeitgemäßen Gestaltung und einem funktional ansprechenden Gebäudekonzept sicherzustellen.

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Dafür wurde für Planer, Bauherren und Baubehörden von der NÖ Landesregierung ein Handbuch herausgegeben, um Hilfestellung zum Thema „Energieeinsparung und Wärmeschutz“ zu geben. Das Handbuch soll außerdem als Leitfaden für „Energietechnisches Verhalten von Gebäuden“ dienen. So soll auch sichergestellt werden, dass die Richtlinie 6 des OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik) umgesetzt wird.

Darin finden sich beispielsweise auch Informationen zum Energieausweis. Dies ist ein Dokument, welches die gesamte energetische Qualität eines zu errichtenden oder bestehenden Gebäudes beschreibt. Wenn man zum Beispiel für die Wohnbauförderung ansucht, muss man diesen Ausweis vorlegen.

Die OIB-Richtlinien dienen der österreichweiten Harmonisierung der bautechnischen Vorschriften. Sie werden vom OIB herausgegeben und von den Ländern ins Baurecht übernommen. Das OIB stellt als Marktüberwachungsbehörde sicher, dass auf dem Markt befindliche Bauprodukte alle rechtlichen Anforderungen erfüllen und die Sicherheit nicht gefährden.

Wer die Richtlinien und umweltschonend baut, verringert außerdem seine Kosten, tut Gutes für die Umwelt und bekommt extra Förderungen.

www.noe.gv.at; www.oib.or.at