Erstellt am 28. Oktober 2017, 05:29

von NÖN Redaktion

Erweitertes Wohnzimmer für kalte Tage. Der Sommergarten erwärmt sich rasch und lädt sogar an Regentagen zum Verweilen an – was auch zum Wohlfühlfaktor beiträgt.

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Gemütlichkeit lässt sich nicht nur mit dem Wohn-Zimmer verbinden, sondern auch mit dem verglasten Wohn-Wintergarten – und er wird gerade in der kalten Jahreszeit seinem Namen gerecht. Fällt draußen Regen, kann drinnen noch immer bei angenehmen Temperaturen das Grün genossen werden. Kaum zu überbieten ist er an Flexibilität – ob aus Aluprofilen oder Nur-Glas-Exemplaren, mit verschiebbaren oder faltbaren Türen. 

Geschlossen, halb oder komplett offen: Der Sommergarten unterscheidet sich hierbei vom Wintergarten. Er ist flexibler, denn die Wände lassen genauso frische Luft rein wie das Dach als zusammenschiebbares Element. Dem Bedürfnis oder Wettergott gerecht kann so die offene Terrasse in einen geschlossenen Raum verwandelt werden.

Sicherheitsglas bietet Schneelast die Stirn

Ist alles zu, erwärmt sich der Raum mit der Sonne auch an kühlen Tagen sehr rasch. Der Garten wird zum erweiterten Wohnraum. Die Aufenthaltsdauer kann sogar durch Infrarotstrahler verlängert werden. Werden die Tage wieder wärmer, wird der Raum bei geöffneten Wänden und Dächern zur offenen Terrasse.

Das Pultdach ist meist schräg und hält den Niederschlag ab, lässt sich aber auch ein bisschen öffnen, sodass der Geruch des Regens hineinströmen kann. Das durch die Dachschräge schnell abfließende Wasser reinigt zudem das Fenster. Sicherheitsglas bietet der Schneelast die Stirn, denn der Hersteller stimmt dies immer den örtlichen Wetterbedingungen ab.

Beim Sommergarten sind die Profile übrigens nicht gedämmt und das Glas ist lediglich ein leicht verarbeitetes. Er ist nicht dazu da, kräftig beheizt zu werden. Ein Vorteil ist aber, dass er günstiger als der große Bruder ist. Ähnlichkeit besteht in der Nutzbarkeit: Der Kaltwintergarten ist ebenfalls thermisch vom Haus abgekoppelt und wird gleichermaßen nicht beheizt. Der größte Unterschied liegt in der Bauart: Der Kaltwintergarten hat ein eigenes Fundament. Der Sommergarten wird auf einer bestehenden Terrasse errichtet, braucht also nur die Montage der Elemente. Das Dach lässt sich außerdem völlig öffnen.

Die meisten Glasanbauten haben die Form eines schlichten Quaders mit einem schrägen Dach. Das ist die günstigste Bauweise, da nur die Rahmenkonstruktion mit möglichst großen Isolierscheiben zu errichten ist – ideal für kleine Budgets.

England mag lieber den verspielten Glasanbau

Die englischen Wintergarten-Anbieter liefern dagegen Beispiele für verspielte oder anmutige Glaszimmer, oft mit kleinteiligen Rastern. Das lässt die Planung von Erkern oder Rundungen zu. Satteldächer werden zudem bevorzugt. Das hat aber auch seinen Preis.

Genutzt werden Wintergarten und Sommergarten – wie gesagt – weitgehend gleich. Der Sommergarten kann auch dazu dienen, empfindliche Gartenpflanzen zu überwintern. Eine leichte Beheizung ist dann notwendig, wenn die Temperaturen extrem fallen. Frostgefahr besteht, weil die Dämmung fehlt. Der Frostwächter ist hierbei ein guter Tipp: Er wird elektrisch betrieben, ist aber auch mit Gas oder Petroleum betreibbar.

Die Beschattung ist bei beiden Versionen essenziell, denn die Sommerhitze beeinflusst das Raumklima wesentlich. Die Markise oder der Raffstore, bestehend aus Aluminiumlamellen für einen regulierbaren Lichteinfall, haben sich bewährt. Sie können sogar elektrisch oder mit Sensoren gesteuert werden.