Gänserndorf

Erstellt am 08. Februar 2018, 05:06

von Stefan Havranek

Die Ortschefs im Visier. Der 50-jährige Untersiebenbrunner will sich im Landtag künftig besonders der Gemeindeaufsicht widmen, um Bürgermeistern auf die Finger zu schauen.

Der 50-jährige geschäftsführende FP-Gemeinderat Dieter Dorner aus Untersiebenbrunn wird künftig im NÖ Landtag sitzen.  |  Smax

Während es für die Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger aus Aderklaa Abschied nehmen heißt, zieht Dieter Dorner, geschäftsführender FP-Gemeinderat aus Untersiebenbrunn, neu in den Landtag ein. Der NÖN erzählte der künftige Abgeordnete, was seine Pläne im Landtag sind und stellt sich den Lesern vor.

Dorner wurde am 22. November 1967 geboren, schaffte also mit 50 Jahren seinen wohl größten politischen Erfolg, den Einzug in den Landtag. Dort möchte er natürlich mit seinen Kernthemen aus dem Wahlkampf punkten: „Ich will den Schwerpunkt auf den Ausbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Sicherheit im Bezirk legen. Die Infrastruktur umfasst, neben der Verkehrsinfrastruktur, auch die medizinische Versorgung.“

"Dieser Zustand muss geändert werden“

Aber auch ein weiteres Thema ist ihm ein wichtiges Anliegen: „Mein größtes Interesse im Landtag gilt eigentlich der Gemeindeaufsicht, ich möchte den Bürgermeistern besser auf die Finger schauen.“

Was meint er damit? „Die derzeit gültige Geschäftsordnung sieht vor, dass die Aufsicht über die SP-Gemeinden von SP-Landesvize Karin Renner ausgeübt wurde, während VP-Landesrat Ludwig Schleritzko für die VP-Gemeinden zuständig war. Dieser Zustand muss geändert werden“, findet Dorner, der selbst seine ersten politischen Sporen in einer Bürgerbewegung verdiente, die in Untersiebenbrunn einen Streit mit dem Bürgermeister hatte.

Dorner privat: Er ist mit Gemeinderätin Alexandra Dorner verheiratet und hat zwei Töchter (die 16-jährige Anna und die 12-jährige Sigrit) sowie einen jüngeren Bruder und eine jüngere Schwester. Seine Lieblingsfarbe ist – naheliegend – blau, in seiner Freizeit widmet er sich seinen liebsten Hobbys, dem Lesen (Lieblingsbuch: „Memoiren eines mittelmäßigen Schülers“ von Alexander Spoerl) und der Eisenbahnfotografie. Und wie man einem FP-Werbevideo für die Landtagswahl entnehmen kann, war sein Spitzname früher „Dido“.