Gänserndorf

Erstellt am 15. November 2017, 02:19

von Stefan Havranek

Finanzspritze für viele Bahnhöfe beschlossen. Vor allem Drösing, Hohenau, Schönfeld-Lassee und Siebenbrunn-Leopoldsdorf freuen sich über Verbesserungen.

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä, SP-Bundesminister Jörg Leichtfried, VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und VP-Landesrat Karl Wilfing (von links) präsentierten die Infrastrukturpläne.  |  privat

Investitionen in Bahnhöfe und Haltestellen, der Ausbau des Park&Ride-Angebotes und die Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn – diese und viele weitere Maßnahmen sieht das neue Bahn-Infrastrukturpaket für Niederösterreich vor, das im Zuge einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus von VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, SP-Bundesminister Jörg Leichtfried, VP-Landesrat Karl Wilfing und ÖBB-Vorstandsvorsitzenden Andreas Matthä präsentiert wurde.

Niederösterreich sei nicht nur das flächenmäßig größte Bundesland, sondern auch sehr vielfältig, und das bringe in der Verkehrspolitik auch eine große Herausforderung mit sich, so die Landeshauptfrau eingangs. Man habe daher vor kurzem ein Mobilitätspaket bis zum Jahr 2022 vorgestellt, das Investitionen in Straße und Schiene in der Höhe von 3,3 Milliarden Euro vorsehe. Auch Bahnhöfe (18) und Park&Ride-Anlagen (7) im Bezirk werden im Zuge dieser Maßnahmen saniert werden.

Den größten Brocken im Bezirk bekommt Hohenau, allerdings erst 2024: Dann sollen nämlich bis 2025 um 5,62 Millionen Euro Aufzüge und ein Bahnsteigdach gebaut werden, außerdem werden Personendurchgang sowie der Bahnsteig mit Wartekoje adaptiert und es wird wie bei allen betroffenen Bahnhöfen für Barrierefreiheit gesorgt. Für eine Park&Ride-Anlage gibt es zusätzlich 780.000 Euro. Große Investitionen stehen auch in Dürnkrut an, hier fließen für ähnliche Maßnahmen 4,84 Mio. Euro (ohne Park&Ride-Anlage).

Über 10 Mio. Euro für Lassee und Siebenbrunn

Auch die Bahnhöfe Schönfeld-Lassee und Siebenbrunn-Leopoldsdorf erhalten ein neues Gesicht: Beide bekommen einen Inselbahnsteig, einen Personentunnel, eine Wartekoje und Barrierefreiheit, in Obersiebenbrunn wird es zwei Aufzüge geben, in Lassee nur einen, dafür aber zwei Rampen. Zusätzlich wird dort auch in Park&Ride-Anlagen investiert. Somit fließen nach Lassee 5,21 Mio. Euro (geplante Umsetzung 2020, Park&Ride 2019), nach Obersiebenbrunn 5,49 Mio. Euro (geplante Umsetzung 2021, Park&Ride 2020). Auch in Raasdorf (3,49 Mio., schon 2018) und Drösing (3 Mio. für den Bahnhof und 370.000 Euro für eine Park&Ride-Anlage) wird groß investiert.

Das sind die Anlagen mit den größten Investitionsvolumina, die weiteren vom Infrastrukturpaket betroffenen Bahnhöfe:

  • Umsetzung 2019: Glinzendorf, Weikendorf, Oberweiden.
  • Umsetzung 2020: Untersiebenbrunn.
  • Umsetzung 2021: Breitensee, Stillfried.
  • Umsetzung 2022: Helmahof, Angern, Jedenspeigen, Sierndorf.
  • Umsetzung 2023: Silberwald.
  • Umsetzung 2024: Weikendorf-Dörfles, Tallesbrunn.
  • Umsetzung 2024-25: Deutsch-Wagram.

Weiters wird in Park&Ride-Anlagen in Gänserndorf (Umsetzung ist im Gang), Untersiebenbrunn (2019) und Angern (2020) investiert.