Gänserndorf

Erstellt am 09. Februar 2018, 05:04

von Edith Mauritsch

Politiker bittet um Hilfe für Mutter in Not. Familie mit vier Kindern kommt im Alltag nur schwer über die Runden und wandte sich an Gänserndorfer Gemeinderat.

Gänserndorfs Bürgerlisten-Gemeinderat sucht wieder Unterstützung für eine Familie, die sich in einer finanziellen Notlage befindet.  |  Mattes

Gänserndorfs Bürgerlisten-Gemeinderat Walter Krichbaumer scheint sich zur Anlaufstelle für in Not geratene Familien zu entwickeln. Nun trat eine an ihn heran, deren finanzielle Situation mit dem Wort „knapp“ nur sehr unzureichend beschrieben ist.

„Ich bin immer wieder frustriert, wie weit die Armut im Bezirk Gänserndorf fortschreitet und dass vor allem die Kinder darunter leiden,“ geht Krichbaumer der jüngste Fall sehr nahe. Die Mutter von vier Kindern im Alter von acht bis 16 Jahren ist an der Grenze ihrer Belastbarkeit angelangt. Der Mann ist nach einem Schlaganfall arbeitslos, sein AMS-Geld reicht gerade mal für die Kreditrate. Alles andere muss von ihrem nicht gerade üppigen Einkommen als Arzthelferin bestritten werden.

"Die Realeinkommen sinken ständig"

Die Mutter ist im Schulalltag immer wieder mit Zusatzkosten konfrontiert – mal knapp 600 Euro für einen Laptop (die NÖN berichtete schon über ähnliche Fälle), dann 450 Euro für den Skikurs und noch einmal so viel für die Sommersportwoche.

„Die Angst, dass Armut öffentlich wird und die Kinder von schulischen Zusatzveranstaltungen ausgegrenzt werden müssten, belastet die Familien zusätzlich – finanziell und psychisch“, erklärt Krichbaumer, warum niemand namentlich genannt werden will.

Krichbaumer macht sich wieder auf die Suche nach Unterstützung, sieht aber grundsätzlich die Politik gefordert: „Die Realeinkommen sinken ständig. Kommt noch Unfall oder Krankheit dazu, stehen die Menschen oft vor dem finanziellen Ruin.“