Hohenau an der March

Erstellt am 12. Januar 2018, 05:20

von Nina Wieneritsch

Wolf: „... da wundert’s euch, dass keiner hackelt“. Mit seinem Kommentar zu Langzeitarbeitslosen machte sich Hohenauer FP-Mandatar Klaus Wolf nicht nur Freunde.

Der Hohenauer FP-Mandatar Klaus Wolf ruderte im NÖN-Gespräch zurück: „Ich habe nichts gegen Arbeitslose.“  |  privat

„Die Langzeitarbeitslosen bekommen sowieso viel zu viel Geld vom AMS und da wundert’s euch, dass keiner hackeln geht“, kommentiert der Hohenauer FP-Politiker Klaus Wolf auf Facebook (siehe Screenshot) den Bericht einer Tageszeitung, in dem es darum geht, dass der Chef eines Wiener Installateur-Betriebs trotz intensiver Suche keinen neuen Mitarbeiter findet.

Dieser Facebook-Kommentar zum Artikel einer Tageszeitung löste Unmut aus.  |  Facebook (Screenshot)

„Und da wundert sich die SPÖ, dass Türkis-Blau die Aktion 20.000 aussetzt und das Arbeitslosengeld ändert“, so der Mandatar, der mit diesen Aussagen, die er auch auf der offiziellen Facebook-Seite der FPÖ Hohenau teilte, den Unmut eines Arbeitslosen aus dem Bezirk Gänserndorf auf sich zog: „Das ist unterste Schublade“, wandte sich dieser verzweifelt an die NÖN. „Ich bin bemüht, aber wenn ich an eine Firma vermittelt werde, heißt es immer ,Leider nein‘.“ Viele Unternehmen würden lieber Arbeiter aus dem Ausland einstellen.

„Wenn ich an eine Firma vermittelt werde, heißt es immer ,Leider nein‘.“ Anonymer NÖN-Leser

„Wenn ich keine Stelle finde, wovon soll ich leben? Und dann soll alles gestrichen werden und ich werde auch noch Schmarotzer genannt“, ärgert sich der NÖN-Leser über Wolfs Aussage, dass Arbeitslosen sämtliche Bezüge gekürzt oder überhaupt gestrichen werden sollten.

Der FP-Mandatar rudert im NÖN-Gespräch, angesprochen auf seinen Kommentar, zurück: „Ich habe nichts gegen Arbeitslose, der Kommentar war nicht böse gemeint.“

Man könne nicht alle Jobsuchenden in einen Topf werfen, „viele bemühen sich ohnehin, eine Stelle zu finden.“ Nachsatz des Freiheitlichen: „Wenn man arbeiten will, bekommt man auch einen Job.“