Gänserndorf

Erstellt am 14. Februar 2018, 05:45

von Thomas Schindler

Hunde-Attacken: Kommt bald Leinen- und Beißkorbpflicht?. VP-Bürgermeister René Lobner lässt jetzt prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten die Stadtgemeinde hat.

Symbolbild  |  Digoarpi/Shutterstock.com

Immer wieder kam es in der Vergangenheit in der Stadt, aber auch in Gänserndorf-Süd zu zum Teil blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hunden. Zuletzt starb auf der Bahnstraße ein kleiner Chihuahua, nachdem dieser von einem Boxer angegriffen worden war. Zum Schutz von Mensch und Tier lässt VP-Bürgermeister René Lobner nun prüfen, welche Möglichkeiten es für die Gemeinde gibt, das bestehende NÖ Hundehaltegesetz anzupassen.

VP-Bürgermeister René Lobner: „Vielleicht ist Leinen- und Maulkorbpflicht die Lösung.“  |  ÖVP

Dieses besagt nämlich, dass für Hunde im Ortsbereich Leinen- oder Maulkorbpflicht besteht. Vierbeiner mit erhöhtem Gefährdungspotenzial bzw. auffällige Hunde müssen immer mit Beißkorb und Leine geführt werden. Ausgenommen von dieser Pflicht sind nur Dienst-, Rettungs- und Behindertenbegleithunde. Außerhalb des Ortsbereiches wiederum brauchen Vierbeiner prinzipiell keinen Maulkorb und keine Leine.

"Wir wollen auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen"

Lobner im NÖN-Gespräch: „Das hat jetzt nichts mit dem Vorfall auf der Bahnstraße zu tun. Wir wollen nur das Thema Hundehaltung einmal generell durchleuchten.“ Der Stadtchef weiß, dass das Thema sehr sensibel ist und mögliche Lösungen nicht allen Tierbesitzern gefallen werden: „Wir wollen auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber es darf nicht sein, dass sich Hunde von der Leine losreißen und dann ohne Maulkorb durch das Ortsgebiet laufen.“

Die Sicherheit der Menschen und anderer Tiere muss immer gewährleistet sein, so Lobner abschließend.

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