Strasshof an der Nordbahn

Erstellt am 11. Januar 2018, 04:44

von Robert Knotz

Optimistisch ins neue Jahr. SP-Bürgermeister Ludwig Deltl gibt einen Ausblick auf die Projekte 2018: Das größte ist der Neubau der Volksschule – der Spatenstich erfolgt im Frühjahr.

SP-Bürgermeister Ludwig Deltl hat im Jahr 2018 viel vor.  |  Gemeinde

In der Marktgemeinde werden heuer einige Projekte realisiert. Die wichtigsten davon stellte SP-Bürgermeister Ludwig Deltl im NÖN-Exklusiv-Gespräch vor.

NÖN: Das größte Projekt heuer wird der Neubau der Volksschule sein. Wann erfolgt der Startschuss?

Deltl: Im Frühjahr wird der Baubeginn stattfinden. Die Ausschreibungen für Dienstleistungen und Ausstattung sind bereits im Laufen. Auch die Förderzusagen des Schul- und Kindergartenfonds wurden bereits schriftlich bestätigt. Der Bau wird etwa zwei Jahre dauern, im September 2020 soll der Betrieb aufgenommen werden.

Wie viel Platz wird es für Kinder und Lehrkräfte geben? Wie sieht die Raumaufteilung im Gebäude aus und wie wird sich die neue Schule finanziell auf die Gemeinde auswirken?

Deltl: Im Schulhaus werden zu Beginn 26 Klassen, vier Klassen der allgemeinen Sonderschule, neun Gruppenräume für die schulische Nachmittagsbetreuung, 17 Musikschulklassen, Veranstaltungsbereiche, zwei Turnsäle und Freiflächen für die Kinder errichtet. Das Gebäude ist so konzipiert, dass es bei Bedarf erweitert werden kann. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 28 Millionen Euro und werden mittels Leasingraten beglichen.

Was ist sonst noch in Strasshof angedacht?

Deltl: Am Bahnacker wird der zweite Bauteil der neuen Siedlung entstehen. Von drei Genossenschaften werden insgesamt 90 Wohneinheiten mit ebenso vielen Garagenplätzen errichtet. Die Wohnungen sind hauptsächlich für junge Strasshofer gedacht, die von daheim ausziehen, aber in der Gemeinde bleiben wollen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden 600.000 Euro für den Straßenbau budgetiert, was soll damit finanziert werden?

Deltl: In dieser Sitzung wurde zum Beispiel auch beschlossen, dass der Gehsteig am Bahnacker – von der Bauernfeldgasse bis zum Bahnhof – neu gebaut wird. Dieses und weitere Vorhaben werden im Jahr 2018 umgesetzt.

Im Jahr 2017 hat die Gemeinde damit begonnen, die Straßenbeleuchtung auf LED umzurüsten. Wie geht es damit weiter?

Deltl: Das Beleuchtungsprogramm wurde im Vorjahr fast abgeschlossen. Der letzte fehlende Bereich in der Grenzstraße (Gemeindegrenze zu Gänserndorf, Anm.) wird zum Teil mit der Stadt Gänserndorf auf LED-Beleuchtung umgebaut. Dazu müssen mitunter auch Kabel neu verlegt werden. Die Kosten für Strasshof werden etwa 160.000 Euro betragen.

Gibt es weitere große Vorhaben für heuer?

Deltl: Ein großes Projekt ist die Instandhaltung und Erneuerung der zwei Kanalpumpwerke in der Emmingerstraße und beim Friedhof, wobei Ersteres aufgrund von Verschleiß zum Großteil neu errichtet werden muss. Weiters werden – wie alle Jahre – auch heuer wieder zwei neue Buswartehäuschen gebaut.

In den letzten Jahren wurde immer wieder ein Polizeiposten in der Gemeinde gefordert. Wie sieht es damit aus?

Deltl: In einem Interview hat der neue FP-Innenminister Herbert Kickl hervorgehoben, dass er für die Exekutive 2.100 neue Planposten schaffen will. Ich habe diesbezüglich ein Schreiben an ihn gesendet und ihm die Situation in der Gemeinde – 10.000 Einwohner und keine Polizei-Inspektion – beschrieben. Ich hoffe auf erfolgreiche Gespräche mit ihm.