Strasshof an der Nordbahn

Erstellt am 13. Januar 2018, 04:37

von Robert Knotz und Manuel Mattes

Polit-Streit: Gemeinde streut, Ebhart tobt. Bürgerlistenchef kritisiert „unnötigen Einsatz“ am Stefanitag. SP-Bürgermeister: „Müssen Sicherheit gewährleisten.“

Bürgerlistenchef Paul Ebhart tobt wegen eines Streueinsatzes am Stefanitag.  |  Archiv

Strasshofs Bürgerlistenchef Paul Ebhart tobt: „Am 26. Dezember wurde gegen sieben Uhr morgens auf den Straßen im Gemeindegebiet gestreut. Es bestand aber zu keiner Zeit die Gefahr, dass die Temperaturen unter null sinken. Diese Verschwendungssucht ist himmelschreiend. Hier mit der Haftung zu argumentieren, ist lächerlich.“

Für die Gemeindearbeiter seien außerdem saftige Feiertagszulagen fällig geworden. „Wer diesen sinnlosen Streueinsatz zu verantworten hat, gehört zur Rechenschaft gezogen“, schließt Ebhart, der betont, dass er den Arbeitern keine Vorwürfe mache.

"Wir sind verpflichtet, die Sicherheit zu gewährleisten"

SP-Ortschef Ludwig Deltl reagiert sauer: „Ich finde, es ist eine schamlose Unterstellung, den Gemeindebediensteten die Feiertagszulage vorzuwerfen. Sie würden lieber die Feiertage daheim bei ihren Familien verbringen.“

In den Nächten seien Bedienstete unterwegs, die die Straßen permanent kontrollieren, und dort, wo Gefahr entsteht, könne eine Streuung veranlasst werden.

„Es gibt immer wieder exponierte Stellen, die zuerst gefrieren“, so Deltl weiter. Am Stefanitag habe ein Mitarbeiter gegen vier Uhr den Einsatz veranlasst. „Es ist klar, dass es einige Stunden später teilweise wieder abgetaut war, dennoch sind wir verpflichtet, die Sicherheit zu gewährleisten. Es geht doch um die Haftungsfrage.“