Gmünd

Erstellt am 07. Dezember 2017, 04:47

von Markus Lohninger

Nach Fahrplan-Wechsel wird "Anschlussproblem" behoben. 3:51 Stunden für Gmünd-Linz? VOR-Sprecher räumt „Anschlussproblem“ nach Plan-Umstellungen für Buslinien in Oberösterreich ein. Es soll bis Sonntag behoben sein.

Mehr als einstündiges Warten auf den Bus bei Eis und Kälte: Das Szenario soll laut VOR-Sprecher Huemer nicht eintreten.  |  shutterstock.com/connel

Riefen die per 10. Dezember in Kraft tretenden Fahrplan-Änderungen der ÖBB für die Reise von Gmünd nach Wien auf Schiene heuer eher positive Reaktionen hervor, so sorgten die bislang zugänglichen Pläne für Busse teils für heftige Irritation: Die ÖBB-Postbus-Linie 1332 für Gmünd-Freistadt-Linz mit bisheriger Abfahrt um 16:54 Uhr an Wochentagen wurde gleich mit mehreren Übeln versehen und zum 3:51-Stunden-„Erlebnis“ inklusive zweimaligem Umsteigen.

Angesichts der durch die S10-Schnellstraße deutlich aufgewerteten Verbindung von Gmünd und Linz solle der öffentliche Verkehr ausgebaut, nicht verschlechtert werden, ärgerte sich der von einem Linz-Abendpendler auf das Problem aufmerksam gemachte Schremser ÖVP-Stadtrat David Süß.

Die täglich letzte Verbindung der Linie 1332 in Richtung Linz wird laut Internet von 16:54 auf 16 Uhr vorverlegt, erzwingt neben dem Umstieg in Freistadt ein Umsteigen bei der Mini-Haltestelle Schönberg bei Sandl mit 1:13 Stunden Wartezeit, und lädt Pendler auf der mit dem Pkw in einer Stunde zu schaffenden Strecke nach 3:51 Stunden in Linz ab. Als Draufgabe fiele bei dem Angebot die Möglichkeit weg, via Weitra in die Linie WA41 nach Großschönau umzusteigen.

Huemer bittet um etwas Geduld

Durch die NÖN mit dem Problem konfrontiert, räumt Sprecher Georg Huemer seitens des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) ein „Anschlussproblem“ ein, das bei der Prüfung der Linie 1332 ab Sandl tatsächlich zutage getreten sei und noch behoben werden solle.

Generell bittet Huemer aber Bus-Pendler bei Problemen mit der Darstellung der neuen Pläne um etwas Geduld. Das Land Oberösterreich habe Verbindungen bis Freistadt neu ausgeschrieben, der für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland zuständige VOR passe seine Verbindungen an diese neuen Zeiten an. Huemer: „Die Zeit drängt. Aber es sind noch nicht alle neuen Fahrplan-Daten im Routenplaner, daher sieht es teilweise noch nach langen Wartezeiten aus.“

Teils würden sich, wie er ankündigt, Zeiten mit 10. Dezember etwas ändern. Wesentliche Änderungen seien für Pendler jedoch nicht zu erwarten, die Richtzeit für die Fahrt von Gmünd in die OÖ Landeshauptstadt würde weiterhin im Bereich von zwei Stunden liegen.

Er bittet Fahrgäste aufgrund der Verzögerung, die tatsächlichen Zeiten für ihre Verbindungen rund um den 10. Dezember auf den Routingservices unter routenplaner.vor.at bzw. auf der AnachB VOR-App nachzusehen.