Behamberg

Erstellt am 15. November 2017, 05:35

von Sabine Hummer

Erster Abschnitt der Schachnersiedlung ist fertig. Gemeinde Behamberg hat 2017 über zwei Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Größtes Projekt war die Schachnersiedlung, wo Bauabschnitt 1 nun fertiggestellt ist.

Vizebürgermeister und Straßenreferent Manfred Zeitlhofer und Bürgermeister Karl Josef Stegh sind sehr zufrieden mit der neuen Siedlungsstraße in der Schachnersiedlung.  |  NOEN, Sabine Hummer

Ende November werden die Bewohner der Schachnersiedlung von der Gemeinde zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Grund für die Feierstunde ist die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes der groß angelegten Siedlungsstraßenrenovierung. Die erste Bewährungsprobe hat die neu asphaltierte Straße während der letzten Regenfälle bereits bestanden, sehr zur Freude der Anrainer, die in den letzten eineinhalb Jahren mit der Baustelle lebten.

Die komplette Infrastruktur der größten Siedlung im Gemeindegebiet mit rund 300 Einwohnern wird seit Frühjahr 2016 erneuert. Kanal und Wasserleitungen wurden auf neue Beine gestellt und auch die Oberflächenentwässerung wurde umgestaltet, da sie bisher in viel zu geringem Ausmaß vorhanden war. Die Straßenbeleuchtung wurde auf LED-Leuchtmittel umgestellt, weiters wurde die Leerverrohrung für Lichtwellenleiter mitverlegt. „Unter der Straße ist die gesamte Siedlungsstraße auf neuem Stand, Bauabschnitt 1 wurde kürzlich komplett fertiggestellt, im Frühjahr 2018 werden auch die Bauabschnitte 2 und 3 asphaltiert. Damit wäre dann eines der größten Straßensanierungsprojekte der letzten Jahre abgeschlossen“, informiert Vizebürgermeister Manfred Zeitlhofer, der zuständige Straßenreferent.

Vom Land unterstützt

„Wir haben in Absprache mit den Anrainern die Fahrbahn erweitert und viele Sockelleisten gesetzt, um die Oberflächenwasserführung gezielt zu gestalten“, erklärt Zeitlhofer. Rund eine Million Euro wurde allein in die Sanierung des rund 750 Meter langen Kanal- und Wasserleitungsnetzes gesteckt, rund 640.000 Euro kosten die Asphaltierungsarbeiten der drei Bauabschnitte. Die Kosten für Kanal und Wasser sind aus den Gebühreneinnahmen zu tilgen, bei allen anderen Ausgaben wird die Gemeinde durch Bedarfszuweisungen des Landes unterstützt. Weiters konnten 60.000 Euro aus dem neuen Gemeindeinfrastrukturgesetz des Bundes lukriert werden, das seit etwa einem halben Jahr in Kraft ist. „Mit diesem kann man für Vorhaben, die nicht im Budget veranschlagt wurden, einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent der Kosten beantragen und dadurch zusätzlich die Wirtschaft ankurbeln. Wir haben deshalb Bauabschnitt 3 vorgezogen und das Geld auch schon erhalten“, freut sich Bürgermeister Karl Josef Stegh über die unkomplizierte Abwicklung des Ansuchens.

Heuer wurden insgesamt sehr viele Straßenbauprojekte umgesetzt. Neben der Schachnersiedlung wurden die 15 Parzellen in Steinbach neu erschlossen – Kostenpunkt rund 120.000 Euro. Am Daxberg wurde die Siedlungserschließung mit der Asphaltierung der unteren Straße (72.000 Euro) abgeschlossen. 140.000 Euro wurden für die Parkplatzanlage beim Amtshaus und die neue Feuerwehrausfahrt inklusive Stützmauern investiert. In der Güterwegeerhaltung wird derzeit ein zirka 360 Meter langes Teilstück der Poststraße abgewickelt und demnächst fertiggestellt.