Behamberg

Erstellt am 17. April 2018, 05:56

von Sabine Hummer

Römersiedlung in Behamberg entdeckt. Spezialfirma untersuchte „Hardeggerfeld“ in Ramingdorf. Ergebnis zeigt Fundhäufung, die auf polykulturellen Siedlungsplatz schließen lässt.

Die Auswertung der geophysikalischen Untersuchung zeigt vor allem im nördlichen und östlichen Teil des Feldes eine Häufung von Strukuren auf, die laut Experten auf eine römische Siedlung schließen lassen.  |  BDA

Das Ennstal ist eine schier unerschöpfliche Fundgrube archäologischer Schätze. Artefakte aus der Steinzeit, die bis zum Homo Erectus (500.000 v. Chr.) und Neandertaler (ca. 40.000 v. Chr.) zurückreichen, machten in den letzten Jahren immer wieder Sensationsschlagzeilen.

Bereits seit vielen Jahrzehnten ist ein Feld in Ramingdorf (Gemeinde Behamberg) als archäologische Fundzone bekannt. „Die Ackerfläche der Familie Hardegger ist auch im Flächenwidmungsplan als archäologisches Fundgebiet eingetragen“, informiert Bürgermeister Karl Josef Stegh. Zeugnisse aus mehreren Epochen der Menschheitsgeschichte – aus der Steinzeit, Bronzezeit und Römerzeit bishin zum Mittelalter – sind an dieser Stelle zum Vorschein gekommen.

Zahlreiche Einträge sind natürlich auch im Fundstellenregister des Bundesdenkmalamtes vermerkt. „Es gibt weiters eine Luftaufnahme aus den 1970er-Jahren, die eine Siedlungsanlage vermuten lässt. Bisher ist man dem aber nicht nachgegangen“, sagt Stegh.

Vor einigen Wochen herrschte dennoch geschäftiges Treiben am „Hardeggerfeld“. Eine Spezialfirma vom archäologischen Dienst führte an Ort und Stelle eine geophysikalische Prospektion durch. Mittels Spezialgerät wurde das Feld abgemessen, Magnet- und Radarwellen wurden ins Erdreich geschickt. Und dabei wurde tatsächlich eine Römersiedlung entdeckt.


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