Haag

Erstellt am 15. August 2017, 04:42

von Leopold Kogler

Haager lieferten Mostviertler Austropop. Die Haager Formation „Zentralorgan“ lieferte einen lustigen und zugleich kritischen Abend.

„Zentralorgan“ – Sänger Robert „Hermes“ Hermely, Ingrid Nagelstrasser am Akkordeon, Jürgen Kastner an der Gitarre, Roland Hofreither am Schlagzeug und Nawin Bakhshi am Bass – sorgten für genialen Sound.  |  Kogler

Es ist eigentlich nichts Neues und doch immer wieder überraschend, wie es Robert „Hermes“ Hermely und seinem Projekt „Zentralorgan“ gelingt, scheinbar längst bekannte Musik auf erfrischende Art und Weise erklingen zu lassen, dass man gezwungen wird, die Ohren zu spitzen. In jedem Song liegt Beobachtetes, Gefundenes, Recherchiertes, Wohlbekanntes und Verheimlichtes aus der Haager Gesellschaft. Die wird fein und frech aufs Korn genommen. So auch beim Auftritt auf der Bühne des Haager Theatersommers am Sonntagabend.

Rund 250 Fans genossen das außergewöhnliche Konzert, das von Josef Losbichler scharfzüngig moderiert wurde. Der Anspruch, „feinster Austropop mit satirischen Texten, unkonventionell, dafür unpolitisch korrekt“ wurde reichlich erfüllt. Da ging es zügig und temporeich zur Sache, und die vielen Anmerkungen über Haag waren wie ein Zusammensetzen von vielen kleinen Puzzlesteinen zu einem faszinierenden Ganzen.

Die „Fünf“ des „Zentralorgans“ sollten dabei auch namentlich erwähnt werden. Neben Hermely, der den Gesang in lässiger „Hip-Hop-Stimme“ beisteuerte, sorgten Ingrid Nagelstrasser am Akkordeon, Jürgen Kastner an der Gitarre, Roland Hofreither am Schlagzeug und Nawin Bakhshi am Bass für den entsprechenden Sound.

Ein heiterer, ein amüsanter und lustiger Abend. Große Begeisterung.