Erstellt am 10. Februar 2017, 13:14

von Lisa Röhrer

Herzogenburger Team bei Lego-Staatsmeisterschaften. Herzogenburger schafften es bis zu den Staatsmeisterschaften. Kleinere Fehler verhinderten dort zwar Top-Platzierung, sehen lassen kann sich Leistung aber dennoch.

Sind stolz auf ihre Leistung bei dem internationalen Wettbewerb: Mitorganisatorin und Lehrerin Erika Schreiber, Maximilian Leeb, Marcel Czech, Dominik Knedlstorfer, Islam Tagirov, Georg Stoll, Fabian Reinberger, Stefan Kerzendorfer, Christian Zagan, Laurin Zagler, Pascal Rosmann, Kevin Windhaber und Stephan Bandion (von links).  |  NOEN, Lisa Röhrer

Von der Wildabwehr zum Lego-Roboter: Durch das großartige Ergebnis des Herzogenburger Teams „Sapoly“ beim NÖ Regionalbewerb der weltweiten First- Lego-League (FLL) qualifizierte sich die Gruppe für das „Semifinal Central Europe Austria“, die Staatsmeisterschaft, die vergangene Woche im WIFI in St. Pölten über die Bühne ging.

Technisches Geschick, wissenschaftliches Können und Teamgeist waren gefragt

Die Schüler mussten dabei sowohl technisches Geschick als auch wissenschaftliches Können und Teamgeist unter Beweis stellen: In vier verschiedenen Kategorien traten insgesamt 15 Gruppen gegeneinander an. Sie mussten dabei ihr Forschungsprojekt, im Fall der Herzogenburger, die Breitstrahler für Autos zur Vermeidung von Wildunfällen, vorstellen und präsentieren. Bei einem Teambewerb galt es außerdem perfekte Zusammenarbeit zu zeigen. Außerdem wurden die selbst programmieren Roboter auf Technik und Design geprüft und schließlich in der Königsdisziplin, dem Robotgame, die Fähigkeiten des Roboters getestet.

Obwohl sich die Schüler der Fachgruppe Mechatronik der Polytechnischen Schule Herzogenburg wacker geschlagen haben, hat es für den Einzug ins FLL-Finale Zentraleuropa schließlich doch nicht gereicht.

„Das Level war bei den Staatsmeisterschaften natürlich noch einmal wesentlich höher als beim Regionalbewerb. Es sind ein paar Dinge schief gelaufen, schließlich ist die Zeit davon gelaufen“, erklärt Lehrerin und Vorstandsmitglied des Vereins „robotix4me“ Erika Schreiber.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler“

Geringzuachten ist die Leistung des Teams dennoch nicht: „Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler. Der Einzug ins Semifinale war schon ein großer Erfolg“, so Schreiber.

Wie es jetzt  mit dem Forschungsprojekt, den Breitstrahlern mit blauen LEDs zur Wildabwehr, weitergeht, ist  noch unklar: Blaue Scheinwerfer, die von den Schülern verwendet wurden, sind in Österreich den Einsatzfahrzeugen vorbehalten. Um diese verwenden zu können, wäre eine Gesetzesänderung notwendig (die NÖN berichtete). „Jetzt heißt es abwarten. Die Schüler haben wochenlang intensiv gearbeitet, es muss erst wieder Ruhe einkehren. Ob die Gesetzesänderung möglich wird, kann man jetzt noch nicht sagen“, erklärt Schreiber.