Erstellt am 13. Januar 2018, 02:29

von Hans Kopitz

Feuerwehr kämpft mit "Nachwuchsproblemen". Feuerwehr Oberndorf/Ebene möchte neue Kräfte etablieren. Dazu wird eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet.

Eine Ehrung für verdiente Mitglieder gab es bei der 122. Mitgliederversammlung der Oberndorfer Florianis. Dankurkunden für besondere Leistungen erhielten beispielsweise Karl Ferk, Wolfgang Zwicker, Markus Walzl, Alfred Spring, Manuel Kräftner, Walter Honeder, Martin Rupp, Roswitha Embacher, Agnes Frauendienst, Dieter Koppensteiner und Matthias Cseh (von links) von Kommandant Stephan Luef (Vierter von rechts).  |  NOEN, Hans Kopitz

Auf ein einsatzstarkes Jahr – 52 technische Einsätze, bedingt auch durch Wetterereignisse wie Starkregen oder Sturmtiefs, das waren um 40 mehr als im Jahr davor – und 13 Brandeinsätze ohne größere Schadensereignisse, blickte bei der 122. Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf/Ebene Kommandant Stephan Luef zurück.

Rückblickend streifte Luef kurz die Umbauarbeiten im Feuerwehrhaus. Aus der ehemaligen Damengarderobe ist wieder ein Aufenthaltsraum worden.

Neu war Ende Juli ein fünftägiges Wasserdienst-Camp, speziell für die Feuerwehrjugend, wo die Teilnehmer in der Mauterner Kaserne stationiert waren.

Apropos Feuerwehrjugend: „Wir hatten im Vorjahr nur einen Neuzugang. Leider war kein Mädchen dabei, aber vielleicht klappt es in diesem Jahr“, so Luef. Er betonte, dass heuer eine Arbeitsgruppe zur Mitgliederwerbung gebildet werden soll, denn einige Florianis kommen schon in die Jahre und frisches Blut sei einfach notwendig, um die Schlagkraft der Wehr aufrecht erhalten zu können. Es gibt nur fünf Mitglieder bei der Feuerwehrjugend, dabei gehörten die Oberndorfer Florianis zu den ersten im Land, die vor 45 Jahren eine Jugendgruppe gegründet haben. Dafür wurden sie auch im Mai des Vorjahres vom NÖ Landesfeuerwehrverband geehrt.

Derzeit gibt es keinen fixen Übungstermin

Hervorgehoben wurde die gute Zusammenarbeit mit der Herzogenburger Feuerwehrjugend, wobei es viele gemeinsame Übungen gab – und das gute Abschneiden beim Wissenstest in St. Pölten, wo Kevin Kugler Gold und Robin Reschützegger Silber erringen konnte. Dafür gab auch einen Riesenapplaus. „Wünschenswert wäre ein verlässlicher Jugendbetreuer-Stellvertreter, da die berufliche beziehungsweise schulische Situation des Betreuers Lukas Reitzl und seiner beiden Stellvertreter einen fixen Übungstermin derzeit nicht zulässt“, so Luef.

Die Berichte der Warte und Sachbearbeiter zeigten auf, dass es im vergangenen Jahr zu einem Ausfall der Sirenensteuerung gekommen war, weshalb die Alarmierung über Pager nicht möglich war. Im November wurde die Steuerung repariert, seitdem gibt es wieder den wöchentlichen Proberuf.

Beim Wasserdienst – hier gibt es 15 aktive und zwei Jugendmitglieder – wurden insgesamt 1.325 Stunden aufgewendet. An vier Bewerben in NÖ und einem in der Steiermark wurde teilgenommen, wo Manuel Kräftner das Abzeichen in Gold erlangte. Der Wanderpokal der Mannschaftswertung des Bezirks St. Pölten konnte endgültig gewonnen werden und bleibt in Oberndorf.

Nach der Beschlussfassung über den Voranschlag 2018 – hier sollen rund 22.700 Euro – unter anderem für die Fahrzeuginstandsetzung, Beschaffung eines Handscheinwerfers und Kompressors sowie Bekleidung – ausgegeben werden, gab es Beförderungen, Ernennungen und Dankesurkunden für besondere Leistungen.