Pernersdorf

Erstellt am 07. Februar 2018, 03:20

von Franz Enzmann

Live-Übertragung: Fans & der letzte Polt. Der Film „Alt, aber Polt“ wurde öffentlich übertragen. Herbert Krautwurm sprach über seine Zeit als Steinhauer-Double.

Begeisterte Polt-Fans (v.l.): Christian Hartmann, Felix Wiklicky, Herbert Krautwurm, Doris Mutz, Andreas Sedlmayer und Eva Raymund.  |  Franz Enzmann

Zum letzten Mal radelte Simon Polt alias Erwin Steinhauer durchs Wiesbachtal: Die Initiative Pulkautal lud deshalb kurzfristig zu einer öffentlichen Liveübertragung des letzten Films der Polt-Reihe ins Gasthaus Raymund. Eingeschworene Fans, Komparsen und ein Filmdouble kamen, um „Alt, aber Polt“ auf dem Fernsehsender Arte zu sehen.

Regionalbetreuerin Doris Mutzorganisierte den Filmabend.  |  Franz Enzmann

„Geplant war ja eine Premierenvorführung vom ORF in der Wiener Urania. Doch leider kam dieser Termin nicht zustande“, bedauerte Herbert Krautwurm. Er nahm bei jeder Verfilmung der Kriminalromane aus der Feder von Alfred Komarek eine wichtige Rolle ein: Krautwurm war Ersatzdarsteller für Erwin Steinhauer.

„Atmosphäre in Trift und Presshaus war spürbar“

Er ist zufrieden mit dem sechsten Film. „Die Atmosphäre in der Kellertrift und im Presshaus wurde spürbar. Auch die Landschaftsaufnahmen und die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind beeindruckend.“

Chefinspektor außer Dienst Herbert Krautwurm war ein ideales Polt-Double.  |  Franz Enzmann

Edi Himmelbauer, Komarek-Freund und Polt-Kenner, findet: „Es war ein typischer Polt-Film. Nur das Ende lässt mehrere Interpretationen zu.“ Den Tod des Mädchens könne man strafrechtlich von verschiedenen Seiten beurteilen, findet Krautwurm. Er war früher Polizeiinspektionskommandant.

Der 60-Jährige war in seiner Aktivzeit in Kaisermühlen für die Sicherheit der Wiener verantwortlich. Seit seiner Pensionierung lebt der Kellergassenführer, Polt-Begleiter und Trockensteinmaurer in Seefeld.

Seine Aufgabe als Double habe ihm viel Spaß bereitet, auch wenn er „viel Radfahren“ musste und es „einige Male saukalt“ war. Es sei interessant, spannend und auch anstrengend gewesen. „Ein Dreh, mindestens bis zu sechs Wiederholungen – die Filmcrew war aber sehr zuvorkommend. Bei dieser Arbeit braucht man viel Geduld und Ausdauer.“

Krautwurm notierte penibel die 18 Schauplätze während der Dreharbeiten von 3. November bis 5. Dezember 2016. In einem Album hat er die Daten sorgfältig festgehalten und mit Fotos aufgelockert – inklusive lobender Wortspenden von Regisseur Julian Pölsler und Hauptdarsteller Steinhauer.

„Ich kam in Mailberg, Mitterretzbach, Obritz, Untermarkersdorf, Hadres, Alberndorf, Großharras, Kalladorf und Platt zum Einsatz“, erzählt Krautwurm.