Erstellt am 15. November 2017, 05:11

von NÖN Redaktion

Ecker will Highspeed-Internet für den Bezirk. Georg Ecker bemängelt massive Lücken in der Versorgung mit leistungsfähigem Internet und fordert, finanzielle Mittel umzuschichten, um rasch „Highspeed“ zu bekommen.

Georg Ecker kandidiert aus Solidarität. Foto: privat  |  privat/Die Grünen

„Unser Bezirk hinkt massiv hinterher, was schnelles und zuverlässiges Breitband-Internet betrifft“, sagt Georg Ecker. Selbst in der Bezirkshauptstadt müssen Haushalte oft noch mit Anschlüssen unter 10 Mbit/s auskommen. Der Bezirksspitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl 2018 reagiert damit auf die Aussage von Karl Wilfing in der letzten Hollabrunner NÖN, wonach das Weinviertel auf alle Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sei.

Einen Film übers Internet zu streamen, sei im Bezirk vielerorts eine Geduldsprobe. Eine durchgehende Internet-Verbindung auf der Bahnstrecke zwischen Retz und Stockerau sei nicht gegeben, klagt Ecker. „Eine Hintergrundrecherche der Grünen zeigt massive Lücken in der Breitbandversorgung“, unterstreicht der Hollabrunner, „und es bestehe offensichtlich auch kein Interesse, die Situation zu verbessern“. Ein Landtagsantrag der Grünen zur flächendeckenden Versorgung für den Bezirk bis spätestens 2020 sei von ÖVP, SPÖ und Team Stronach nicht einmal zur Diskussion zugelassen worden.

"Ausbauplan zu lasch"

Der ÖVP-Ausbauplan bis 2030 sei viel zu lasch, ärgert sich Ecker: „Da überholen uns noch die Inseln in Griechenland. Wenn wir nicht bald aufwachen und massiv in zukunftsfähige Infrastruktur investieren, wird es ein böses Erwachen geben.“

Von der Breitbandmilliarde der Bundesregierung sei jedenfalls kein einziger Euro in FTTH-Investitionen (Glasfaser bis zum Endkunden) im Bezirk Hollabrunn geflossen. Dabei sei der digitale Zugang nicht nur für private Zwecke relevant, sondern immer mehr Unternehmen seien auf eine stabile, schnelle Verbindung angewiesen. „Es werden viele Straßen gebaut. Wir sind aber am Weg von der Produktions- zur Informationsgesellschaft. Da braucht es eher weniger Straßenausbau, aber dafür bessere digitale Infrastruktur, meint Ecker.

In der Umschichtung von Mitteln sieht der Hollabrunner eine Möglichkeit zur Finanzierung der Investitionen in die Internet-Infrastruktur. Aber auch innovative Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding oder die Finanzierung durch langfristige Investoren seien zu prüfen. -cr-

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