Hollabrunn

Erstellt am 12. Februar 2018, 08:30

von NÖN Redaktion

RK-Bilanz: Über 19.000 Alarmierungen. Beim Roten Kreuz hat sich im vergangenen Jahr einiges getan, wie die Leistungsbilanz der Bezirksstelle Hollabrunn und seiner Ortsstelle Haugsdorf zeigt.

Rotes Kreuz Hollabrunn

Zum einen wurde mit einem Neubau eines Bezirksstellengebäudes in der Nähe des Landesklinikums begonnen, da der alte Standort den Anforderungen eines modernen Rettungsdienstes nicht mehr entspricht. Der neue Sitz des Roten Kreuzes soll im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein. Die Kosten werden zwischen Gemeinde, Land NÖ und der Bezirksstelle aufgeteilt. Bezirksstellenleiter Stefan Grusch, der seine Aufgaben aus der Ferne wahrnimmt, weil er als Bezirkshauptmann nach Gmünd wechselte, freut sich über die finanzielle Unterstützung.

Die Haugsdorfer Ortsstelle erhielt im Vorjahr ein neues Einsatzfahrzeug, da auch der zweite Rettungswagen in die Jahre gekommen ist, wird auch dieser 2018 erneuert werden. Außerdem wurde im Ortsstellenbereich das „First Responder System“ in Betrieb genommen. Etwa 40 Sanitäter wurden mit einem Notfallrucksack ausgestattet. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter, die gerade nicht im Dienst sind, werden gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert und fungieren als Ersthelfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Mit dem Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungstransportwägen, acht Krankentransportwägen sowie vier Behelfskrankentransportwägen und den beiden Einsatzfahrzeugen in Haugsdorf legte der Rettungs- und Krankentransport des Roten Kreuzes im vergangenen Jahr 891.705 Kilometer zurück, bei über 19.200 Alarmierungen. Über 900 Mal wurde der Notarzt zu diversen Notfällen gerufen.

Besonders stolz ist Bezirksstellenleiter Grusch, auf den hohen Anteil an jungen Mitarbeitern. An den Dienststellen Hollabrunn und Haugsdorf sind neben zehn hauptberuflichen Mitarbeitern und 17 Zivildienern eine Vielzahl von Ehrenamtlichen tätig.

Der Gesundheit und Sozialdienst hat sich zu einem umfangreichen Tätigkeitsbereich entwickelt: 2000 wurde an der Bezirksstelle mit dem Notruftelefon gestartet, jetzt umfasst der Bereich 17 unterschiedliche Angebot, wie monatliche Seniorentreffs, Krisenintervention, Medikamentenhilfe, betreutes Reisen, Kinderferienbetreuung oder Sozialbegleitung und der Henryladen.

Die Mitarbeiter in diesem Bereich haben in über 15.000 Stunden knapp 5.000 Klienten betreut. Mehr als 2.000 Blutkonserven waren es, die bei insgesamt 18 Blutspendeaktionen an die Blutspendezentrale übergeben werden konnten

Über 500 Personen nahmen Erste Hilfe Kurse für betriebliche Ersthelfer, Auffrischungskurse sowie Säuglings- und Kindernotfallskurse und Kurse für Führerscheinneulinge in Anspruch. Die RK-Mitarbeiter selbst nutzen ebenfalls die Möglichkeiten zur Aus-  und Fortbildung: Im Rettungsdienst gibt es die gesetzliche Fortbildungspflicht, aber auch in anderen Bereichen wird das umfangreiche Ausbildungsangebot in Anspruch genommen. So wird die Führungskräfteausbildung gern besucht, um die Aufgaben professionell bearbeiten zu können.