Hollabrunn

Erstellt am 10. Januar 2018, 04:48

von Christoph Reiterer

Wohnbau und Parken: SPÖ will Tempo beim Bahnhof. Die Idee eines Siedlungsgebiets und eines Park & Ride-Decks statt dem Rübenplatz wird den Stadt-Roten nicht forsch genug angegangen. VP-Vize Babinsky steht dazu.

Alfred Babinsky, ÖVP (links): „Für mich ist das ein mittelfristiges Thema.“ - Alexander Eckhardt, SPÖ (rechts): „Das ist uns zu wenig!“ Fotos: zVg  |  zVg/Collage NÖN

Was bereits im Verkehrskonzept für Hollabrunn festgeschrieben ist, bringt die Stadt-SPÖ nun wieder aufs Tapet: Der Rübenlagerplatz beim Bahnhof soll als Siedlungsgebiet mit etwa 200 Wohnungen genutzt werden. Für die Landwirte soll stattdessen eine Fläche am Stadtrand im Bereich der Müllverladeanlage geschaffen werden.

„Bisher wurde diese Chance durch die Mehrheitspartei noch nicht wahrgenommen. Es wird wie in vielen Bereichen auf Zeit gespielt. Das ist uns zu wenig“, sagt SPÖ-Fraktionschef Alexander Eckhardt.

Babinsky spielt beim Rübenplatz bewusst auf Zeit

Unmittelbar westlich des Bahnhofs soll außerdem die Schaffung einer Park & Ride-Hochgarage, wie es sie in Tulln, Korneuburg oder Stockerau gibt, vorangetrieben werden, denn die vorhandene Fläche decke bei Weitem nicht mehr den tagtäglichen Bedarf der Pendler.

Es müsse das Ziel sein, Hollabrunn nachhaltig zu verbessern und zu erneuern, betont Peter Tauschitz (SPÖ), Leiter des Verkehrsausschusses. Und schließlich habe sich das Land Niederösterreich im Mobilitätskonzept 2030+ bereits dazu bekannt, Siedlungsentwicklungen im Bereich von Knoten des öffentlichen Verkehrs zu fördern.

„Wenn die ÖBB ein Parkdeck bauen, bin ich auch dankbar“, sagt VP-Vizebürgermeister Alfred Babinsky. Was eine Verbauung des Rübenplatzes betrifft, spiele er tatsächlich bewusst auf Zeit. Zum einen sei das „Bahnhofsviertel“ im Verkehrskonzept ein langfristiges Projekt. Zum anderen sei für die nächsten fünf bis zehn Jahre so viel Wohnungsbau gesichert, dass keine Eile geboten sei.

Außerdem gehöre der Lagerplatz dem Rübenverband, wobei die heimischen Rübenbauern erst kürzlich klagten, kaum mehr kostendeckend produzieren zu können. Hier stelle sich dann auch die Frage, mit welcher Verhandlungsbasis die Gemeinde in Gespräche geht.