Retzbach

Erstellt am 11. Oktober 2017, 04:33

von Karin Widhalm

Unterretzbach ist fürs Bluzafest gerüstet. Seit Wochen wird fieberhaft an umfassender Deko fürs große Kürbisfest mit Schwerpunkt auf Bräuche gearbeitet.

Kürbisprinzessin Katharina II. Pastner (2.v.r.) rührte mit Ausdauer und Charme bei der Österreichischen Riesenkürbis-Staatsmeisterschaft die Werbetrommel. Mit dabei (v.l.): Landarbeiterkammer-Präsident Andreas Freistetter, Landesrat Karl Wilfing, Garten Tulln-Geschäftsführer Franz Gruber und Kürbismeister Friedrich Melka  |  Garten Tulln

„Die Vorbereitungen laufen perfekt nach Plan.“ Gernot Glaser blickt dem Kürbisfest zufrieden entgegen, legt man doch seit Wochen fleißig Hand an. Einige Dekorationen sind sogar schon fertig. Er gehört mit Hubert Schleinzer und Rolf Rockenbauer zur Führungsriege im Festkomitee.

Punkten mit Bodenständigem und Kunsthandwerk

Der Samstag ist seit dem September wichtig für die Ortschaft: Das ist der Tag der Vorbereitungen. Brücken werden dekoriert oder Vogelscheuchen-Kostüme für den Umzug genäht.

„Die Ortsbevölkerung wird eingeladen, ihre Häuser zu schmücken“, erzählt Bürgermeister Manfred Nigl, der selbst wieder mithilft. Nicht nur Unterretzbach wird herausgeputzt: Der Dorferneuerungsverein in Ober- und Mitterretzbach wird demnächst das Ortsbild gestalten.

60 Versorger und Kunsthandwerker werden am letzten Oktober-Wochenende vertreten sein. „Wir legen sehr viel wert aufs Brauchtumsfest“, verrät Glaser schon jetzt und führt ein Beispiel an. „Bei uns wird‘s keinen klassischen Langosstand geben.“ Die Organisatoren möchten sich mit Bodenständigem und Kunsthandwerk (zum Beispiel mit einem Messerschmied) hervorheben. „Das findet man sonst nicht so leicht.“

Ort hatte stets ein Pech mit dem Wetter

Der Blick wird auch auf Kinder gerichtet: Sie sollen mit Mitmachtheater, Kürbisschnitzen oder Praterspielen extra angesprochen werden. Die jungen Bürger erhalten zudem Ehrenplätze beim Erntedankzug.

Dass Unterretzbach tatsächlich das Fest ausrichtet, war nicht immer klar: Der Ort hatte stets ein Pech mit dem Wetter. „Die Mühen sind nie belohnt worden“, spricht Glaser von einer steigenden Frustration. Die Führungsriege schaffte es dennoch, zu motivieren. Das 25-jährige Jubiläum, der große Mehrwert für die gesamte Region mitsamt touristischer Belebung überzeugten schließlich. Die Gemeinde wechselt sich als Organisator mit Retz, Obermarkersdorf und Pulkau ab. Zellerndorf hat jährlich ein Kürbisfest.

Bisher gab nur die schwache Kürbisernte einen Dämpfer. Gesucht werden noch verschiedenfarbige „Bluza“ für ein großes Bild. Aber die durchaus wichtige Kürbissuppe wird dem Gast nicht verwehrt bleiben.

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