Ravelsbach

Erstellt am 15. November 2017, 05:06

von Günter Rapp

Dreister Diebstahl bei Gruselevent am Hungerturm. Organisatoren des Ravelsbacher Gruselevents setzen 1.000 Euro als Belohnung für die Aufklärung des dreisten Diebstahls von technischen Gerätschaften aus.

Der Wasserturm zählt als eine der Stationen jährlich zu den Attraktionen rund um das Horror- und Erlebnistheater „Gänsehaut am Hungerturm“ in Ravelsbach.  |  NOEN, www.ms-fototeam.com

Zum zehnten Mal fand das Horror- und Erlebnistheater „Gänsehaut am Hungerturm“ statt – aufgrund des Jubiläums erstmals zweitägig. Hauptorganisator ist seit Anbeginn Stefan Zwinz. Er und sein Team haben es auch heuer wieder geschafft, ein interessantes Drehbuch zu schreiben. Getreu dem Veranstaltungsmotto mussten die rund 500 Teilnehmenden durch die Zeit reisen und aus jedem bisherigen „Gänsehaut-Jahr“ eine Station lösen.

Dabei gab es 2017 nicht nur für die Teilnehmer wieder viele Herausforderungen, sondern auch für das Organisationsteam, wie Zwinz berichtet: „Rund 100 Statisten pro Veranstaltungstag zur Verfügung zu haben, ist schon ein gewisser Luxus. Wir als Organisationsteam sind die Regisseure und ziehen die Fäden im Hintergrund. Die gesamte Gehzeit lag über zwei Stunden.“

Teilnehmer waren restlos begeistert

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, man hatte so viel positives Feedback auf der Facebook-Seite wie noch nie zuvor. Auch die Jubiläumsausstellung von acht Requisitenstücken in der Kulturhalle fand großen Zuspruch.

„Gänsehaut am Hungerturm“ hatte heuer jedoch einen negativen Beigeschmack. In der Nacht auf den 27. Oktober wurden aus einer bereits spielfertigen Station ein Notstromaggregat, Spezialeffekte, ein Feuerlöscher und eine Nebelmaschine gestohlen. Für Hinweise ist nun eine Belohnung von rund 1.000 Euro ausgesetzt. Bei der Polizeiinspektion Ravelsbach wurde Anzeige erstattet. Die Ermittler bitten um Anhaltspunkte. Aufgrund der Straftat wird die Veranstaltung heuer mit einem großen budgetären Minus abschließen, berichtet Zwinz: „Wir hoffen auf die Mithilfe der Bevölkerung und der Mitwirkenden, um doch noch Hinweise zu finden, die zu der Täterin oder dem Täter führen.“

Stefan Zwinz gibt die Hauptorganisation ab

Ein weiterer für den Verein bitterer Beigeschmack ist der Rücktritt von Stefan Zwinz als Hauptorganisator. Er verlässt aus privaten Gründen den Vorstand. „Es bleibt zu hoffen, dass sich jemand findet, der dieses Spektakel weiterführt. Es wäre ein großer Verlust nicht nur für Ravelsbach, sondern für die gesamte Region Schmidatal“, erwähnte Bürgermeister Walter Schmid in der Nachbesprechung der Veranstaltung und dankte Zwinz für sein jahrelanges Engagement.

Im Rahmen des Abschlussessens überreichten Wolfgang Angerer, Obmann des veranstaltenden Vereins ravelsbach.kultur, und Walter Schmid all jenen Geschenke, die seit Beginn des Spektakels zum jährlichen Erfolg beigetragen haben.