Retz

Erstellt am 13. September 2017, 03:58

von Karin Widhalm

Landesausstellung: Kulinarik als Thema?. „Tafelfreuden grenzenlos“ war ein Workshop-Motto. Ob‘s bleibt, steht nicht fest.

Was soll denn das Thema für die Landesausstellung 2021 sein, um die sich die Region bewirbt? Die oft gestellte Frage kennt Hannes Weitschacher von der Weinviertel Tourismus GmbH nur zu gut. Der Verein „Retz-Znojmo2021“ nähert sich einer Antwort, wie der Workshop am Dienstag der Vorwoche im Bürgersaal des Rathauses zeigte.

„Haben uns langsam herangetastet“

Vertreter der Arbeitsgruppen und Gemeinden werkten an der Abrundung der bereits gesammelten Ideen und hatten dazu Leitbetriebe, Organisationen und engagierte Personen eingeladen. Der Verein war schon im Vorfeld bestrebt, so viele Bürger wie möglich einzubinden.

„Wir haben uns langsam an dieses Projekt herangetastet“, erzählte Eva-Maria Himmelbauer. „Die Ideen, die Rohdiamanten sind, sollen weiter geschliffen werden“, führte Stefan Grusch aus. Weitschacher gab einen „Kurzimpuls“, bevor sich alle in Kleingruppen an die Arbeit machten.

„Wir wollen ein Thema aufgreifen, dass uns langfristig weiterhilft“, begann er. Ziel sei es, auf die Stärken der Region zu setzen; daraus ergebe sich das (vorläufige) Motto: „Tafelfreuden grenzenlos“.

„Stellen Sie sich eine üppig gedeckte Tafel am Hauptplatz vor“, führte Weitschacher ein Beispiel an. Regelmäßig abgehalten könne das Event an die Saison angepasst werden – mit Bärlauch oder Kürbis.

Die Volkskultur passe dazu: „Wie war die Esskultur bei den einfachen Leuten und fürstlichen Tischen?“, nannte er eine Fragestellung. Die Verbindung zu Musik und Lesungen, kulturellen Begegnungen, Kellergassen und Wein liege nahe.

Vorstand setzt sich mit Motto auseinander

Die ehemalige Weinbauschule könne auch nach dem Auszug der Tourismusschulen zu einem Bildungszentrum für Genuss und Regionalität werden. Die Lehranstalt und das Landesweingut mit dem Gut Altenberg sollen bei einer Umsetzung einbezogen werden.

Die Kleingruppen diskutierten und hielten weitere Ideen fest. „Eine Grundtendenz war, dass sich am Hauptplatz und am Bildungssektor etwas tun muss“, berichtet Weitschacher. Die Vorstandssitzung am 19. September wird nach Aufarbeitung des Workshop-Ergebnisses entscheiden, ob „Tafelfreuden grenzenlos“ bleibt oder doch eine andere Richtung eingeschlagen wird.

Weitschacher freut sich jedenfalls über das „unglaublich tolle Sammelsurium an Ideen“ und die Beteiligung vieler Personen.

Workshop-Details

  • Die Kleingruppen diskutierten die Details zu den Themen „Kultur“, „Genussregion/Slow Food“, „Tourismus/Gastronomie“ und „Bildungskooperation“.
  • Eva-Maria Himmelbauer, Anita Windhager, Stefan Grusch und Hannes Weitschacher fungierten als Moderatoren.
  • Die Gesprächsrunden wurden mit zehn bis 15 Minuten kurz gehalten.

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  • „Kulinarik“: Gutes Motto für 2021?