Unternalb

Erstellt am 26. Dezember 2016, 16:21

von Karin Widhalm

Tierrettung an Heiligabend: Kühe fielen in Güllegrube. Zwei Kühe sind am Freitag in eine Güllegrube gestürzt: Der Spaltboden brach unter ihren Füßen im Stall durch, ein Hinauskommen ohne Hilfe war unmöglich.

zVg.

Tierarzt Heinz Aujesky aus Retz untersuchte die Tiere, die soweit wohlauf waren. Allerdings stellte sich ihre Rettung als schwierig heraus – und erforderte viele Fachkräfte, die Heiligabend im Einsatz waren.

Die baulichen Gegebenheiten ließen den Einsatz eines Mobilkranes nicht zu: Bergegeschirr für Großtiere musste angefordert werden. Der Einsatz der FF Unternalb wurde daraufhin unterbrochen, bis Markus Bauer und Reinhard Krappel von der Betriebsfeuerwehr aus der Landesfeuerwehrschule Tulln am nächsten Morgen das Bergegeschirr brachten.

Sicherheit konnte gewährleistet werden

Die FF Breitenwaida stellte Führungsschlinge, die FF Retz den Kran des Wechselladefahrzeuges zur Verfügung. Die FF Riegersburg maß ständig die Konzentration von Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid und Schwefeldioxid: Sie ist im Besitz eines Mehrgasmessgerätes, das die Schadstoffgruppe des Retzer Abschnittsfeuerwehrkommandos einsetzen kann. Die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Kühe konnte so gewährleistet werden. Die FF Retz blies auf Basis der gemessenen Werte mit einem Belüftungsgerät Frischluft in den Stall.

Aujesky und Amtstierärztin Ulrike Wiesauer unterstützten den Einsatz. Bezirkskommandant-Stellvertreter Reinhard Scheichenberger und Abschnittskommandant Christian Lehninger standen aufgrund der Vielzahl der eingesetzten Kräfte mit Rat und Tat zur Seite.

Kühe konnten aus der Grube gehoben werden

Die Kameraden stemmten durch die Betondecke ein Loch, damit die Kranwinde überhaupt eingesetzt werden konnte. Mitarbeiter der Stadtgemeinde Retz pumpten indes die Extremente in ein Güllefass. Feuerwehr, Eigentümer und Tierärzte legten dann der ersten Kuh das Bergegeschirr an. Sie konnte problemlos aus der Grube gehoben werden und gelangte nach dem Abnehmen des Geschirrs aus eigener Kraft ins Freie.

Die zweite Kuh war lebhafter, sodass ihre Bergung schwieriger und gefährlich war. Sie konnte aber aufgrund der Umsicht und gut koordinierter Zusammenarbeit ohne Vorkommnisse befreit werden. Beide Kühe blieben unverletzt.