Sitzendorf an der Schmida

Erstellt am 05. Januar 2018, 04:30

von Sandra Frank

Hinteregger: „Irgendwann will ich in den Landtag“. Sitzendorfs Vizebürgermeister Florian Hinteregger (28) fände regelmäßige Abgeordnetenwechsel sinnvoll.

Florian Hinteregger und Elisabeth Schütten-gruber-Holly ziehen in den Wahlkampf, um Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zu pushen. Foto: VPNÖ  |  VPNÖ

35 Plätze sind auf den Landeslisten der Parteien für die Landtagswahl zu vergeben. Der Jüngste auf der ÖVP-Liste ist der Vizebürgermeister von Sitzendorf, Florian Hinteregger. Er vertritt gemeinsam mit der Hollabrunner Stadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly den Bezirk.

Hollabrunnerin Pfaffeneder den Vortritt gelassen

Warum die beiden nicht auf der Bezirksliste zu finden sind? „Jede Teilorganisation hat ihre Kandidaten eingemeldet“, berichtet der 28-Jährige über die Listenerstellung. Auf dem Grobentwurf war er noch als Kandidat der JVP zu finden. „Ich habe meine Kandidatur dann aber zurückgezogen“, machte Hinteregger Platz für den 22-jährigen Stefan Schröter aus Ziersdorf. „Weil ich eine Chance auf der Landesliste bekommen habe. Hier kann ich über die Bezirksgrenzen hinaus wirken.“

Schüttengruber-Holly überließ der Hollabrunnerin Mara Pfaffeneder den Vortritt. „Sie ist neu bei den Frauen, jung, engagiert und hat bei der Nationalratswahl bewiesen, dass sie sich ins Zeug werfen kann.“ Dass sie von Landesrätin Petra Bohuslav für die Landesliste nominiert worden ist, sei eine große Ehre, wie Schüttengruber-Holly betont.

„Wir unterstützen alle auf der Bezirksliste“, bekräftigen Hinteregger und Schüttengruber-Holly. Es sei schön, dass die Kandidaten ein breites Portfolio aus allen Bereichen und aus jeder Region abdecken.

Während es der Bezirksfrauenvorsitzenden gefällt, dass mit Johanna Mikl-Leitner eine Frau an der Spitze der Partei steht, sieht Hinteregger andere Vorteile der Landesliste: „Auf Landesebene ist jeder gleichwertig und wird angehört.“ Beide verfolgen das Ziel, möglichst viele Stimmen für die Landeshauptfrau einzufahren und die Menschen zu motivieren, wählen zu gehen.

„Neue Ideen gehören vorangetrieben und durchgesetzt“

Für Hinteregger ist außerdem klar: „Irgendwann möchte ich in den Landtag einziehen.“ Die Politik sei ein Lebensabschnitt. Dieser 40 oder 50 Jahre zu widmen, habe er nicht vor.

„Neue Ideen gehören vorangetrieben und durchgesetzt. Da hilft die Jugend“, ist der 28-Jährige überzeugt, dass regelmäßige Wechsel bei den Abgeordneten kein Schaden für Partei und Politik wären.

Dass die derzeitige Opposition sowie die NEOS, die erstmals in Niederösterreich kandidieren, der ÖVP den Kampf angesagt haben, nehmen die Mandatare gelassen. „Die Absolute gehört noch ausgebaut“, meint Schüttengruber-Holly spontan, fügt aber hinzu: „Wenn eine Zusammenarbeit ehrlich gemeint ist, dann bin ich dafür.“

Allerdings habe die Erfahrung gezeigt, dass es oft schwierig sei, parteiübergreifend zu kooperieren. „Die Opposition ist oft aus Prinzip dagegen.“ Hinteregger ist überzeugt, dass es jetzt auch für die Opposition möglich sei, mitzureden. „Sie wird einbezogen.“ Eine absolute Mehrheit habe hingegen den Vorteil, dass man schneller und flexibler reagieren könne.

„Johanna Mikl-Leitner hat enorm an Sympathien gewonnen. Sie ist die Landesmutter, jetzt herrscht ein anderer Stil“, sagt die Hollabrunner Stadträtin. Das von der ÖVP plakatierte Miteinander werde gelebt.