St. Bernhard-Frauenhofen

Erstellt am 13. Oktober 2017, 04:00

von Thomas Weikertschläger

Schreibblockade? Frau Doktor Roßnagl hilft. Susanne Roßnagl schloss ihr Studium in Potsdam ab – und will künftig Verfassern wissenschaftlicher Arbeiten helfen sowie ein Institut aufbauen.

Susanne Roßnagl aus Groß-Burgstall hat ihr Promotionsstudium der Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam abgeschlossen.  |  NOEN

Ein tolles Ziel für die Zukunft hat sich die Groß-Burgstallerin Susanne Roßnagl gesetzt: Sie will – wenn möglich – bis Weihnachten ein kleines Institut aufbauen, das jungen Menschen beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten unter die Arme greift.

Roßnagl selbst, die schon zahlreiche Artikel in den Bereichen „Professionalisierung von Lehrkräften“ und „Weiterentwicklung von Unterricht“ in englischer und deutscher Sprache veröffentlicht hat, hat vor Kurzem ihr Promotionsstudium der Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam abgeschlossen.

„Merke oft, dass es für diese Form der Hilfe großen Bedarf gibt“

In der Arbeit „Zum Zusammenhang von Lerngelegenheiten, Kompetenzselbsteinschätzungen, schulischer Kooperation und individueller Determinanten im Berufseinstieg von Lehrkräften im Allgemeinen Pflichtschulbereich – eine empirisch-quantitative Studie“ beschäftigte sie sich mit einem Thema, das ihr besonders am Herzen liegt: dem Berufseinstieg von Lehrkräften.

Da man als Lehrkraft in den ersten beiden Jahren Verhaltensmuster entwickle, die sich später kaum korrigieren ließen, sei professionelle Betreuung in dieser Phase besonders wichtig. „Im Lehrberuf übernimmt man viel Verantwortung. Gerade deshalb ist Unterstützung beim Berufseinstieg hier besonders wichtig“, meint Roßnagel.

Da ihr das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, das oft als schwierig, langweilig oder trocken gilt, großen Spaß mache, wolle sie diesen Spaß auch an junge Menschen weitergeben. So wolle sie etwa jungen Menschen, die im Zuge ihrer Reifeprüfung ihre „Vorwissenschaftliche Arbeit“ (VWA) verfassen, mit Rat und Tat unterstützend zur Seite stehen. Eine Website ist derzeit in Vorbereitung.

„Ich merke oft, wenn ich mit Eltern spreche, dass es für diese Form der Hilfe großen Bedarf gibt. Ich will künftig meine Erfahrung als Unterstützung anbieten“, so Roßnagl, die derzeit hauptberuflich als Beratungslehrerin an der Allgemeinen Sonderschule in Groß-Siegharts tätig ist und ausgebildete Hauptschullehrerin ist. Zuletzt war sie auch mehrere Jahre an der Pädagogischen Hochschule in Baden tätig, ehe sie aus privaten Gründen wieder ins Waldviertel zurückgekehrt ist.