Eggenburg

Erstellt am 14. Februar 2018, 06:34

von Martin Kalchhauser

Eggenburg: Pfefferspray gegen Gschnas-Besucher!. Schlechter Scherz verpestete Luft in Stadthalle. Ärgere Folgen blieben zum Glück aus. Gäste mussten husten, Täter waren nicht zu eruieren.

Shutterstock.com, Andrii Lomako

Das Thema des Gschnas-Festes der Eggenburger Handballer am Samstag (10.2.) kam unbekannten Tätern entgegen: Weil „Das große Krabbeln“ natürlich auch zu Verkleidungen als Kammerjäger und Insektenvertilger inspirierte, hatten viele Besucher auch Spraydosen dabei, sodass der echte Pfefferspray bei ihnen nicht auffiel.

Stadtrat Martin Neugebauer (Rettungssanitäter): „Eine blöde Aktion, die zum Glück gut ausgegangen ist.“  |  NOEN

Die Belästigung nahm von der Bar ihren Ausgang. Wie Stadtrat Martin Neugebauer – er ist auch Rotkreuz-Sanitäter – berichtete, konnte er beobachten, wie plötzlich alle aus der Bar flüchteten. „Zum Glück ist es da zu keiner Panik gekommen.“

Auch Rettungs- oder Notarzteinsatz habe es beim von mehreren hundert Menschen besuchten Eggenburger Faschingshöhepunkt nicht gegeben. Später zog sich der Spray aber durch die ganze Halle, sodass viele über Kratzen im Hals und Husten klagten. „Gottseidank ist das so glimpflich ausgegangen!“

Täter waren nicht ausfindig zu machen

Kein Verständnis „für eine solche Lustigkeit“ hat begreiflicherweise UHC-Obmann Josef Schmeiser: „Wir haben von Beginn bis zum Ende um 5 Uhr Früh vier Mann Security im Einsatz. Aber sowas ist schwer zu kontrollieren!“

UHC-Obmann Josef Schmeiser: „Immer wieder Besucher, die glauben, besonders ,lustig‘ sein zu müssen.“  |  NOEN

Nach Beobachtung des Veranstalters habe es nur drei Mädchen gegeben, die die Halle zum Luftschnappen verlassen hätten, sie seien dann aber sogar wieder ins bunte Treiben zurückgekehrt.

„Die Täter waren leider nicht dingfest zu machen“, bedauert Schmeiser den angeblich zweimaligen Spray-Einsatz. „Es ist nicht einmal bekannt, ob es sicher Pfefferspray war oder ein selbst zusammengebrautes Gemisch.“

Froh ist auch Schmeiser, dass niemand einen Arzt oder das Rote Kreuz gebraucht habe. Zum Bedauern um die in Mitleidenschaft gezogenen Besucher kommt bei ihm die Wut darüber, dass so viele Bemühungen seitens der Handballer beeinträchtigt werden. Immerhin findet das beliebte Gschnas seit 1949 (!) jedes Jahr statt.

„Wir investieren hier enormen Einsatz, sowohl in der Vorbereitung als auch die ganze Nacht durch und gleich danach beim Wegräumen, um mit den Einnahmen unsere Jugendarbeit finanzieren zu können.“ Aber leider gebe es dann unter den Besuchern einige, „die glauben, ganz besonders lustig sein zu müssen“.