Rust am See

Erstellt am 16. April 2018, 17:16

von APA Red

Nach Frauentorso-Fund: Auch Sonar im Einsatz. Die Suche nach Leichenteilen im Fall des in der Ruster Bucht gefundenen Frauen-Torsos ist am Montag fortgesetzt worden.

Blick auf den Neusiedler See  |  APA

Die Polizeikräfte werden dabei auch von der Feuerwehr unterstützt, die mit einem Sonargerät im Einsatz ist, teilte Roland Koch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, auf APA-Anfrage mit.

Auf Booten fuhren Leichenspürhunde mit. Die Vierbeiner sind darauf trainiert, Geruchsstoffe wahrzunehmen, die bei der Verwesung freigegeben werden. "Die Cobra-Taucher suchen nicht mehr", sagte Koch. Einsatzgebiet für die Kräfte sei "die Ruster Bucht im weiteren Sinne".

Die Feuerwehr Rust ist mit einem Boot und einem vor rund zwei Jahren angeschafften Side Scan Sonar ausgestattet, erläuterte Stadtfeuerwehrkommandant Harald Freiler. Das etwa 4.000 Euro teure Gerät sei speziell für Flachwasser geeignet und wird am Boot mitgeführt, um im Einsatzfall rasch zur Stelle zu sein.

Sonar kann Menschen und Gegenstände unter Wasser aufspüren

Das Sonar solle vor allem dazu dienen, Menschen, die zu ertrinken drohen, schnellstmöglich unter Wasser aufspüren und noch rechtzeitig bergen zu können. Aber auch Gegenstände wie Kriegsrelikte ließen sich damit finden. Es könne auch abgebaut und zu anderen Einsatzorten im Burgenland transportiert werden.

"Wir scannen das Wasser und das Bodenprofil", beschrieb Freiler die allgemeine Vorgangsweise bei einem Einsatz. Das Ergebnis ist auf einem Bildschirm zu beobachten. "Wir können dann sehen, ob sich Gegenstände im Wasser befinden oder nicht", sagte der Feuerwehrkommandant.

Das Sonargerät war 2015 angeschafft worden. Damals war ein 15-Jähriger beim Segeln mit seinem Vater verunglückt. Seine Leiche wurde erst nach einer Woche gefunden.