Leitzersdorf

Erstellt am 12. Januar 2018, 04:47

von Dieter Rathauscher

Ball liegt bei Gericht. BGL-Ortschef Franz Schöber gibt sich weiter vorsichtig. Darstellungen der ÖVP bezeichnet er als „nicht in allen Teilen richtig“.

Franz Stöckelmaier (li.) hält an seiner Version fest: Ihm ist keine Provokation aufgefallen. Franz Schöber gibt „unwirscheReaktion“ zu, will den VP-Räten aber nicht gefolgt sein. (re.)  |  NÖN

Zum Vorfall am 14. Dezember 2017 vor dem Gasthof Fritz in Leitzersdorf, bei dem laut einer VP-Pressemitteilung der BGL-Bürgermeister Franz Schöber den VP-Gemeinderat Gerhard Ratsch zu Sturz gebracht haben soll, hält sich Schöber weiterhin mit Kommentaren zurück: „Mein Anwalt hat mir nahegelegt, mich zu diesem Zeitpunkt dazu nicht weiter zu äußern. Die Einvernahmen aller Beteiligten bei der Polizei haben stattgefunden. Jetzt muss das Gericht entscheiden, wie es weitergehen wird. Es ist auch offen, ob Herr Ratsch zivilrechtlich gegen mich vorgehen möchte.“

Die Darstellung der ÖVP sei jedenfalls nicht in allen Teilen richtig, so Schöber. So sei er den beiden ÖVP-Gemeinderäten beispielsweise nicht gefolgt. „Ich bin zum Gasthof Fritz gegangen und beim Betreten des Gastraumes von Josef Bauer sehr unfreundlich begrüßt worden. Weil der Nichtraucherbereich wegen einer Weihnachtsfeier geschlossen war, habe ich das Gasthaus gleich wieder verlassen“, so Schöbers Version.

Auf dem Weg zu seinem Auto habe er dann Josef Bauer und Gerhard Ratsch auf dem Parkplatz getroffen. „Ich wollte Bauer wegen seines unfreundlichen Zurufs zur Rede stellen und da hat Gerhard Ratsch sofort sein Handy gezückt und zu filmen begonnen. Heute habe ich das Gefühl, dass man mich bewusst provozieren wollte. Leider habe ich darauf zu unwirsch reagiert, mit den bekannten Folgen“, gibt Schöber zu. Sobald das Verfahren beendet ist, will er alle Protokolle zur Verfügung stellen, bis dahin aber keine weiteren Kommentare abgeben.

VP-Obmann Franz Stöckelmaier bleibt bei seiner ursprünglichen Darstellung: „Von dieser angeblichen Provokation von Bauer habe ich nichts gemerkt. Bauer ist mit Ratsch gleich darauf nach Hause gegangen. Mir ist aufgefallen, dass Schöber den beiden unmittelbar folgte. Meine Fraktion wartet jetzt einmal ab, wie sich die Sache weiter entwickelt.“