Krems

Erstellt am 09. Januar 2018, 05:09

von Franz Aschauer

Höferl mal zwei: Kremser Brüder im Minister-Dienst. Die Kremser Brüder Alexander und Volker Höferl bekleiden hochrangige Posten im Kommunikationsbereich der Kabinette der FPÖ-Minister Herbert Kickl und Norbert Hofer.

Kremser Brüder im Regierungsdienst: Alexander Höferl (li.), Kommunikationschef im Kabinett des Innenministeriums, und Volker Höferl (re.), Pressesprecher des Ministers für Verkehr, Norbert Hofer.  |  BMI/Alexander Tuma bzw. privat/Collage NÖN

Zwar ist Krems mit keinem Minister in der neuen Bundesregierung vertreten, dafür aber mit einem Brüderpaar in den Kabinetten zweier Minister. Die Rede ist von Alexander und Volker Höferl.

Während Ersterer als Kommunikationschef im Kabinett von Innenminister Herbert Kickl tätig ist, fungiert Bruder Volker als Pressesprecher von Verkehrsminister Norbert Hofer (beide FPÖ).

Ihre Karriere in der Kommunikationsbranche begannen die Brüder bei der NÖN. Danach trennten sich die Wege. Alexander arbeitete unter anderem beim ORF, als Kommunikationschef der FPÖ und als Redakteur des FPÖ-nahen Internetmediums „unzensuriert.at“.

„Ich war auch als ORF-Journalist schon Burschenschafter, damals hat sich niemand daran gestoßen.“Alexander Höferl auf die Kritik an seiner Person.

Seine neue Aufgabe im Innenministerium bezeichnet Höferl als reizvoll: „Für mich ist es eine große Weiterentwicklung. Ich kann jetzt in meinem Bereich an der Umsetzung politischer Ideen mitwirken. Meine Hauptaufgabe wird dabei sein, dass ich die im Regierungsprogramm erarbeiteten Initiativen fach gerecht aufbereite.“

Kommunikationschef im Kabinett des Innenministeriums: Alexander Höferl.  |  BMI/Alexander Tuma

Begleitet wurde Höferls Bestellung ins Minister-Kabinett von viel Kritik. Im Kreuzfeuer stand dabei vor allem seine Tätigkeit bei „unzensuriert.at“, das das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung als „zum Teil äußerst fremdenfeindlich“ einstuft. Negativ erwähnt wurde auch Höferls Burschenschaft-Zugehörigkeit.

Für den 45-Jährigen selbst war die Kritik „erwartbar“. „Grund besteht für die Aufregung keiner. Es sollte klar sein, dass ich für den Job qualifiziert bin. Zum Thema Burschenschaft: Ich war auch als ORF-Journalist schon Burschenschafter, damals hat sich aber niemand daran gestoßen.“

Volker Höferl war schon 2000 Minister-Sprecher

Weniger Aufmerksamkeit schenkte die Medienlandschaft der Bestellung seines Bruders Volker zum Pressesprecher von Norbert Hofer. Für den 39-Jährigen ist es nicht das erste Mal im Verkehrsministerium. Bereits im Jahr 2000 war er Sprecher des freiheitlichen Ministers Michael Schmid.

Pressesprecher vom Minister für Verkehr, Norbert Hofer: Volker Höferl.  |  privat

Höferl weist sowohl in der Kommunikationsbranche als auch im Verkehrswesen großes Vorwissen auf. Neben seiner Arbeit bei Antenne Steiermark arbeitete er als Pressesprecher der ASFINAG und in der Kommunikation bei JUFA-Hotels.

Für seine neue Tätigkeit möchte er seine Erfahrung einbringen. „Ich bin dem Bereich immer treu geblieben und möchte das jetzt für meine neue Aufgabe nützen“, so Höferl.