Krems

Erstellt am 10. Januar 2018, 04:23

von Jutta Hahslinger

Kremser vor Gericht: „War nur Gezänk unter Männern!“. Ein Wort ergab das andere und schon war zwischen Kremsern ein Verbalgefecht im Gange.

Symbolbild  |  Minerva Studio/Shutterstock.com

„Lassen wir die Kirche im Dorf. Das war nur ein typisches Gezänk, keine strafwürdige Tat“, plädiert der Anwalt gleich zu Verhandlungsbeginn auf Freispruch und sein Mandant, ein 62-jähriger Kremser, wirft beteuernd ein: „Wir haben gestritten, ja, aber ich habe ihm nicht mit dem Erschlagen gedroht. Ich habe keine gefährliche Drohung geäußert.“

„Er kündigte mir an, mich zu erschlagen“

Der Kontrahent, ein 31-jähriger Kremser, sieht das anders: „Wir haben gestritten, lautstark. Er war sehr aufbrausend und wirkte bedrohlich. Er kündigte mir an, mich zu erschlagen. Ich habe mich zurückgehalten und nichts mehr gesagt, sonst wäre es sicherlich zu mehr gekommen. Er hat mich bedroht, dann ist er wutschnaubend abgedampft.“

„Ich habe keine Drohung geäußert. Das ist nicht mein Niveau“, entgegnet der beschuldigte Pensionist.

Das Beweisverfahren ergibt nichts Erhellendes, es steht Aussage gegen Aussage und so fällt die Richterin über den bislang unbescholtenen Pensionisten einen Freispruch im Zweifel.