Lilienfeld

Erstellt am 12. Oktober 2017, 18:05

Hohe Ehre: Kulturpreis für das Gym. Gute Zusammenarbeit zwischen Stadtgemeinde und Schule betonten Verantwortliche bei Festakt.

Im Zuge des Kooperationsprojektes schufen auch Martin Pollerus, Klara und Barbara Lurger sowie Christoph Seidl (v. l.) aus den fünften Klassen Werkstücke zum Thema „Credo“, die im Stift zu sehen sind.  |  NOEN, Krizanic-Fallmann

Hohe Ehre für das BG/BRG Lilienfeld: Der einzigen AHS im Bezirk wurde am vergangenen Freitag der Kulturpreis der Stadtgemeinde Lilienfeld verliehen.

„Mit der Umsetzung von vielfältigen Projekten ergänzt das Gymnasium das kulturelle Leben in Lilienfeld und erfüllt den Bildungsauftrag auf besondere Weise“, lobte Bürgermeister Wolfgang Labenbacher in seiner Rede.

Tolle Zusammenarbeit wird hervorgehoben

„Ich bin glücklich über die gute Zusammenarbeit und die entgegengebrachte Wertschätzung“, kommentierte Schuldirektor Josef Heindl die Auszeichnung beim Festakt im Dormitorium des Stiftes Lilienfeld.

Stolz auf die Anerkennung war ebenfalls Professorin Katharina Kölbl, welche gemeinsam mit Heindl stellvertretend für die Lehrerschaft die Urkunde entgegennahm. „Das kreative Potenzial der Schüler zu fordern und zu fördern, ist unser Anliegen“, sagte Kölbl.

„Mit Projekten ergänzt das Gymnasium das kulturelle Leben und erfüllt besonders den Bildungsauftrag.“ Bürgermeister Wolfgang Labenbacher

Zusätzlich zum jährlichen Kreativprojekt und verschiedenen Teilnahmen, zum Beispiel beim Volksmusikfestival „Aufhohrchen“ 2016 und dem heurigen „Wiederaufhohrchen“, besteht seit 2014 eine Kooperation mit der Ausstellungsreihe Mitteleuropa-Zyklus.

Im Zuge dessen sind seit 6. Oktober bei der aktuellen Schau unter dem Motto „Glaube/Glauben“ neben den Exponaten der internationalen Künstler rund 60 Schülerwerke zu sehen, welche in den Oberstufenklassen im Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung gefertigt wurden.

„Der Titel der Ausstellung ,Credo‘ galt sozusagen als Stichwort für die Auseinandersetzung mit dem Thema“, schildert Kölbl, „die Aufgabenstellung verlangte von den Schülerinnen und Schülern einen Aspekt dazu näher zu betrachten und ihn auch kritisch zu hinterfragen.“

Fokus auf Religion und Arbeit

So setzten einige der Gymnasiasten inhaltlich den Fokus auf Religion, andere sprechen mit ihrer Arbeit den Glauben an sich selbst oder die Spannungen zwischen Wissen und Glauben an. Die unterschiedlichen Betrachtungen der Jugendlichen zur „schwierigen, herausfordernden Fragestellung“ würdigte gleichfalls der künstlerische Leiter des Mitteleuropa-Zyklus, Landesmuseumsdirektor Carl Aigner.

Die geschaffenen Stücke der Gymnasiasten seien „Schätze“, so Aigner. Dank gab es von ihm auch für die Mithilfe beim Aufbau der Skulptur „Potato Man“ des Künstlers Krištof Kintera. 130 Kilogramm Erdäpfel wurden für die zwei Figuren von den Schülern an drei Tagen aufgesteckt. Feierlich umrahmt wurde der Präsentationsabend übrigens durch musikalische und schauspielerische Darbietungen der Schüler des BG/BRG Lilienfeld.

Ausstellung in der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld

Um öffentlichkeitswirksamer auf den Mitteleuropa-Zyklus und die dazu passenden Arbeiten der Gymnasiasten hinzuweisen, wird seit letzten Dienstag mit einigen Schaustücken und beiliegenden Erklärungen zu Ideen sowie Plakaten außerdem im Foyer der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld und im Neubau des Gemeindeamtes in Lilienfeld für die Ausstellung im Stift geworben.

Bei den Eröffnungen der „Exposituren“ betonten Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller und Kultur-Stadtrat Thomas Gravogl ihre Unterstützung der Kooperation.