Lilienfeld

Erstellt am 14. November 2017, 05:30

von NÖN Redaktion

Lilienfelder drehte Doku über Reggaefestival. Lukas Jakob Löcker begibt sich in Dokumentation über Reggae-Festival auf eine Spurensuche nach Gemeinschaft.

Die Weltpremiere der Dokumentation „A Rising Shine“ von Lukas Jakob Löcker (vorne, 5. v. r.) ging am Montag der Vorwoche im Wiener Gartenbaukino in Szene. Neben seinen Eltern Maria Gareiß-Manquet (vorne, 4. v. r.) und Gernot Löcker (vorne, 6. v. r.) stellten sich beim Lilienfelder weitere Verwandte, Freunde, Filmteam-Mitglieder und die Protagonisten des Reggae-Festivals in der Weinviertler Gemeinde Falkenstein ein.  |  NOEN, © Daniel Auer

Grenzenlose Begeisterung für Musik, freiwilliges Engagement, Rastafari-Mystik, Dub, Reggae, das Festival im Weinviertler Steinbruch sowie die internationale und österreichische Sound-System-Kultur beleuchtet der Film „A Rising Shine“. „Damit konnte ich anderen ein Thema vermitteln, mit dem ich mich seit langem intensiv beschäftige“, sagt Regisseur Lukas Jakob Löcker über das Debüt.

Auf den Spuren des Reggaes im Weinviertel

Der Lilienfelder hat die als Geheimtipp gehandelte Veranstaltung „Rise & Shine“ in der rund 500-Einwohner-Gemeinde Falkenstein vier Jahre mit der Kamera begleitet und ist deren Ursprüngen vom „Notting Hill Carnival“ britisch-jamaikanischer Prägung in London über die Punk-Bewegung in Wien nachgegangen. Den weiten Weg zum eigenen einzigartigen Musikereignis im niederösterreichischen Grenzgebiet zeigt Löcker auch in Interviews mit den Organisatoren um „Shalamanda Hifi“, Künstlern, Besuchern aus aller Welt, ehrenamtlichen Helfern sowie der heimischen Bevölkerung auf.

Seine bedachtsame, knapp 100-minütige Dokumentation ist ebenso eine Spurensuche nach Traditionen, Ritualen und Geschichten, welche trotz unterschiedlichsten Hintergründen, Prägungen und Alters der beteiligten Personen eine Gemeinschaft erzeugen. Gastfreundschaft, Offenheit, gegenseitiges Kennenlernen, Wertschätzung, eine innovative Politik und die Einbindung lokaler Gegebenheiten unter Berücksichtigung nachhaltigem Tuns gehören zu den Eckpfeilern des Festivalkonzeptes.

Mehr als vier Jahre Arbeit für Debüt

Von Beruf Fotograf, hat den 34-Jährigen der zweite Bildungsweg an die Kunstuniversität Linz geführt, an der er 2016 den Bachelor im Studium „Zeitbasierte und interaktive Medien“ mit Auszeichnung absolvierte. Die praktische Abschlussarbeit war der Rohschnitt des Streifens, den Lukas Jakob Löcker dann über ein Jahr lang verfeinert hat. Die Weltpremiere fand am 6. November im Wiener Gartenbaukino statt. Nach einer Präsentation am vergangenen Donnerstag in Oberösterreich sind auch Aufführungen in Niederösterreich angedacht.