Lilienfeld

Erstellt am 14. Februar 2018, 05:46

von Lisa Röhrer

Betreuung für die Jüngsten. Lilienfeld bekommt fünfte Gruppe. Gebäude beim Stiftspark wird vergrößert.

Bürgermeister Wolfgang Labenbacher und Vizebürgermeister Manuel Aichberger besichtigten den Platz beim Lilienfelder Kindergarten, an dem schon bald ein Zubau entstehen soll. Eine Anbindung an den Bestand ist geplant.  |  NOEN, privat

Die bestehenden vier Kindergartengruppen, die zurzeit in Lilienfeld, Marktl und Schrambach untergebracht sind, platzen bereits aus allen Nähten. Aufgrund des akuten Platzmangels war es bisher für die Stadt auch nicht möglich, Betreuungsplätze für 2,5-Jährige anzubieten. Das soll sich nun ändern. „Es ist uns wichtig, dass wir auch für die Jüngsten Plätze anbieten können“, meint Bürgermeister Wolfgang Labenbacher. Deshalb soll schon bald eine zusätzliche, fünfte Kindergartengruppe in der Stadt installiert werden.

Zubau bei Kindergarten neben dem Stiftspark

Untergebracht wird die neue Gruppe im Kindergarten Lilienfeld beim Stiftspark. Es wurden mehrere Standorte besucht und die örtlichen Gegebenheiten angesehen. Die Vergrößerung des Kindergartens in Lilienfeld biete sich auch aufgrund des aktuellen Bauprojektes auf dem Sägewerksgelände. Auf diesem Areal entstehen gerade 80 neue Wohnungen. Das Gelände befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten. „Es ist zu erwarten, dass sich dort auch junge Familien ansiedeln. Außerdem sind im Stiftspark schon zwei Gruppen vorhanden und wir wollen die Synergien nutzen“, informiert Labenbacher.

„Beim Stiftspark in Lilienfeld sind schon zwei Kindergarten-Gruppen vorhanden. Wir wollen dort die Synergien nutzen.“ 

Wolfgang Labenbacher

Um das Projekt realisieren zu können, ist es notwendig, das bestehende Gebäude zu erweitern. Vorgesehen ist ein Zubau sowie die Adaptierung der nun bestehenden Außenflächen. Momentan laufen die Planungsarbeiten. Vorentwürfe von zwei Architekten liegen der Stadtgemeinde bereits vor. „Als nächstes wollen wir gemeinsam mit den Kindergartenleitern besprechen, welche Möglichkeit die Beste ist, gleichzeitig laufen die Gespräche mit der Kindergarten-Abteilung des Landes“, berichtet der Stadtchef.

Baubeginn soll im Herbst sein

Begonnen werden soll mit dem Bau der zusätzlichen Gruppe noch heuer im Herbst. Das Ziel wäre es, im Kindergarten-Jahr 2019/20 bereits mit der Betreuung der Jüngsten starten zu können.

Die Idee anstatt der zusätzlichen Gruppe eine Kindertagesbetreuung anzubieten, wurde inzwischen wieder verworfen. „Wir haben lange überlegt, welche Möglichkeit die bessere ist. Schlussendlich haben wir uns aber für die Erweiterung des Kindergartens entschieden“, erzählt Labenbacher. Ein entscheidender Vorteil der zusätzlichen Kindergartengruppe gegenüber einer Tagesbetreuung sei die kostenlose Betreuung am Vormittag. Diese könnte bei der Tagesbetreuung nicht angeboten werden.

Vorgesehen sind im Gemeinde-Budget für die Erweiterung des Kindergartens rund 300.000 Euro.